Erstmals will prominenter US-Politiker Opposition militärisch helfen
WASHINGTON, 5. März (AFP) – Der einflussreiche US-Senator John McCain hat eine Unterstützung der syrischen Oppositionsbewegung mit Luftangriffen gegen die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad gefordert. Der republikanische Präsidentschaftskandidat von 2008 sagte am Montag in Washington, Luftangriffe seien “der einzige realistische Weg”, um das “Gemetzel” zu stoppen. Ziel müsse es sein, Rückzugsgebiete für die Opposition vor allem im Norden des Landes zu errichten, damit diese ihre Kräfte sammeln und “politische sowie militärische Aktivitäten” gegen Assad planen könne.
Die USA müssten dabei die internationalen Bemühungen anführen, verlangte McCain. “Um deutlich zu sein: Das wird von den USA erfordern, die feindliche Flugabwehr zumindest in einem Teil des Landes zu zerstören.” McCain ist der erste prominente US-Politiker, der ein militärisches Eingreifen der USA ins Gespräch bringt. Die Regierung von Präsident Barack Obama lehnte einen Militäreinsatz bisher ab. Seit Beginn der Proteste gegen Assad vor rund einem Jahr wurden nach UN-Schätzungen mehr als 7500 Menschen getötet.
gw/hcy
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