Es waren die drei Staaten Irak, Iran und Nordkorea, die George W. Bush im Jahr 2001 als die „Achse des Bösen“ bezeichnete. Der Irak wurde mittlerweile zerstört. Ein Angriff gegen den Iran könnte in Vorbereitung stehen. Was Nordkorea betrifft, lassen sich kaum Schlüsse auf die Pläne in naher Zukunft ziehen. Befürchtungen, dass Nordkorea, aufgrund innenpolitischer Probleme im Zusammenhang mit der Führungsübergabe nach dem Ableben von Regierungschef Kim Jong Il, einen Krieg anstreben könnte, entbehren jeglicher Logik.
Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan die dominierende Macht im pazifischen Raum. Die dort fortschreitenden amerikanischen Interessen, einschließlich einer Militärbasis namens Pearl Harbor auf Hawaii, führten letztendlich zum Krieg zwischen den beiden Nationen, der in einer restlosen Niederlage Japans endete.
Befreiung, 1945, bemühten sich sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Sowjetunion und China um die dortige Vorherrschaft, was eine Spaltung des Landes mit sich brachte. Nach mehrjährigem Krieg kam es schließlich zur Teilung. Seit 1953 herrscht Waffenstillstand und als Grenze wurde der 38. Breitengrad festgesetzt.
Während sich Südkorea zur Spielwiese westlicher Investoren entwickelte, orientierte sich Nordkorea nach kommunistischen Wirtschaftsprinzipien. Im Zentrum der Politik stand der charismatische Regierungschef Kim Il-sung, um den ein beispielloser Personenkult aufgebaut wurde. Nach dessen Tod im Jahr 1994 wurden die Regierungsgeschäfte von dessen Sohn Kim Jong Il übernommen. Verschiedene Anzeichen bringen die Mutmaßung mit sich, dass sich Kim Jong Il bei weitem nicht der Beliebtheit seines Vaters erfreuen konnte, was zur Verstärkung diktatorischer Maßnahmen führte.
Nordkorea teilt seine Grenzen mit nur drei Staaten. Südkorea, im Norden China und im Osten Russland, wobei diese Grenze nicht länger als 17,5 km ist. Die der Grenze am nächsten gelegene russische Stadt ist Vladivostok.
Die militärische Stärke Nordkoreas
Nordkorea erstreckt sich über eine Fläche von 122.762 km² und zählt 24 Millionen Einwohner. Das Verteidigungsbudget entspricht mit fünf Milliarden Dollar rund 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Deutschland entfallen weniger als zwei Prozent des BIP auf Militärausgaben und in den USA, zumindest nach offiziellen Angaben, knapp fünf Prozent.
Die Militärstärke ist beachtlich. In Deutschland gibt es, der selben Quelle zufolge, nur 408 Panzer, 90 Kriegsschiffe und die Zahl der U-Boote wird mit vier angegeben.