Dienstag, 6. März 2012

Niederländische Rechtspopulisten wollen zurück zum Gulden

Niederländische Rechtspopulisten wollen zurück zum Gulden:



Archivbild


PVV-Chef Wilders fordert Volksentscheid


DEN HAAG, 5. März (AFP) – Die rechtspopulistische niederländische Freiheitspartei (PVV) will den Ausstieg des Landes aus dem Euro und die Rückkehr zum Gulden. PVV-Chef Geert Wilders forderte am Montag auf einer Pressekonferenz in Den Haag einen Volksentscheid zu dem Thema. “Herman van Rompuy (der ständige EU-Ratspräsident) findet den Euro sexy, wir finden den Gulden sexy”, sagte Wilders. Gestützt auf eine von seiner Partei in Auftrag gegebene Studie fügte er hinzu: “Der Euro ist keine Devise, der Euro kostet Geld”.


Die Niederlande wäre Wilders zufolge außerhalb der Eurozone wesentlich besser dran. Das gelte unter anderem für das Wirtschaftswachstum. Der Austritt aus der Währungszone bringe zwar Kosten von 51 Milliarden Euro mit sich. Dies werde aber wettgemacht durch das Geld, das nicht für die “Rettung” von oder “Hilfe” für Griechenland, Italien, Portugal und Spanien gezahlt werden müsse, nämlich mehr als 125 Milliarden Euro bis 2015. Die Studie wurde von der offen euroskeptischen Agentur Lombard Street Research in London erstellt.


Die niederländische Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte ist im Parlament auf die Duldung der PVV angewiesen, die im Unterhaus über 24 der 150 Abgeordneten verfügt. Die PVV ist notorisch euroskeptisch und kritisierte zuletzt scharf die finanziellen Hilfen an Griechenland.


bt/jah

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