Montag, 18. Februar 2013

Spaltpilz Religion?

Spaltpilz Religion?:
Ein Thema welches die Gemüter stets aufs Neue erhitzt ist das der Religion. Im großen Weltgeschehen genauso wie im Kommentarbereich einiger Blogs im Bereich der Wahrheitsbewegung.
In manchen dieser Blogs läßt sich immer wieder beobachten wie schnell das Thema Religion zum Spaltpilz werden kann. Sicher, das Thema ist interessant und es läßt sich ausgiebig darüber diskutieren, doch wenn es dazu beiträgt uneins zu sein, dann ist es ein Spaltpilz.
Ich werfe nun meine Sichtweise zum Thema Religion in den virtuellen Raum. Vielleicht dient sie ja dem ein oder anderen Leser als Anregung eigene Überlegungen dazu anzustellen, denn Religion spielt wahrlich eine große Rolle im aktuellen Weltgeschehen.
In meinen Augen handelt es sich bei Religionen um den Glauben an einen Gott oder auch an mehrere Götter. Also an personifizierte höhere Wesen. Ihre Eigenschaften entsprechen auffallend oft denen von uns Menschen. Mal sind sie gütig, mal zornig, mal gebend, dann fordernd. Das legt den Verdacht nahe, daß die Menschen sich die Götter nach ihren Vorstellungen gedanklich geschaffen haben und nicht etwa umgekehrt. Beweisen läßt sich weder das eine noch das andere.
gottvaterMeine Sichtweise zum Thema “Höhere Macht” ist nun diese: Niemand kann mit absoluter Sicherheit sagen wie das Universum entstand, wie das Leben und wie der Mensch. Niemand kann mit absoluter Sicherheit sagen, was nach dem Tode kommt. Diese Fragen beschäftigen mich seit Kindheitstagen an und ich weiß, daß ich zu Lebzeiten keine Antwort darauf erhalten werde. Wenn der Tod gleichzusetzen ist mit einem endgültigen Aus, dann hat man halt einfach gelebt und Schluß. Darüber läßt sich ein Leben lang spekulieren…
Hinweise auf eine höhere Macht oder eine übergeordnete Kraft vermeine ich aber in der Natur zu erkennen. Fünf Tatsachen sind es, die mir dabei besonders auffallen. 1. Die Schönheit der Natur an sich, die Vielfalt der Pflanzen und der Tiere, ihr sinnvolles Ineinanderwirken. 2. Die Sanftmut in den Augen der höher entwickelten Tiere. 3. Die natürliche Freude, die schon Kleinkinder beim Anblick eines Schmetterlings oder einer Blumenwiese empfinden. Dies ist auch ein weiterer Punkt den ich schon oft angeführt habe. Kleinkinder und Kinder sind nicht nur von Geburt an dem Schönen zugeneigt, sondern haben ein natürliches Verständnis für “Gut und Böse”. 4. Die Tatsache des “schlechten Gewissens”, das sich bei einigen Menschen immer dann bemerkbar macht, wenn sie etwas tun oder denken, von dem sie wissen, daß es eigentlich nicht “gut” ist. Welche Kraft in ihrem Innersten weist sie darauf hin? Woher kommt sie? 5. Die Tatsache der Physiognomie. Den allermeisten Menschen sieht man ihren Charakter, ihr wahres Wesen, an ihren Gesichtszügen an. Manchen schon ganz deutlich in jungen Jahren, anderen erst im Laufe ihres Lebens. Auch hier wieder die Fragen: Welche Kraft zeichnet den Menschen? Woher kommt sie? Für den, der im Antlitz anderer zu lesen vermag, sind Gesichtszüge wie ein offenes Buch und sagen oft mehr über einen Menschen, als er vorgibt zu sein.
Worauf ich damit hinaus will ist dies: Um einfach nur zu existieren, zu arbeiten, zu konsumieren und letztendlich zu sterben, benötigten wir die vorgenannten Punkte nicht. Die Natur könnte auch weitaus schlichter gehalten sein, nicht ganz so farbenprächtig und auch nicht ganz so belebt. Sie könnte einfach nur Rohstofflieferant sein, auch ohne unsere Sinne zu erfreuen oder ohne uns Erholung bei einem Waldspaziergang zu verschaffen.
Die Augen der Tiere könnten einfach nur Sehorgane sein, ohne irgendeinen Ausdruck. Stumpf und tot und leer. Das Tier lebte dennoch.
Der Mensch könnte genausogut ohne nennenswerte Empfindungen und Emotionen auf die Welt kommen. Man lebt, man arbeitet, man stirbt. Niemand sähe dann einen Sinn darin Erhabendes zu schaffen oder sich geistig weiter zu entwickeln, abgesehen von materialistischer Weiterentwicklung.
Für ein rein materialistisches Leben benötigt man auch kein schlechtes Gewissen. Man tut was zu tun ist. Fertig.
Für Menschen deren einziger Zweck es wäre zu “funktionieren” spielt der Gesichtsausdruck keine Rolle. Er wäre dann wohl stumpf und leer, ausdruckslos.
So könnte “Leben” auch funktionieren. Tut es aber nicht! Und das ist der Knackpunkt. Weshalb sind in der belebten Natur, und dazu gehören wir auch, Kräfte am Werk deren Herkunft, Sinn und Zweck nicht gerade leicht zu beschreiben sind? Es ginge auch ohne sie, doch sie sind nun mal da.
Ich sehe in diesen Kräften Hinweise dessen was ich als das Allgöttliche bezeichne. Etwas, das in Allem ist und wirkt. Wieso, weshalb, warum? Da kann ich nur vermuten, sehe es aber als eine Art Auftrag dergestalt, daß sich die Menschheit, genauer gesagt die verschiedenen Völker, zur vollsten Blüte entfalten, dem Schönen, Wahren und Guten zugetan. Jedes Volk auf seine Art.
Ja, ich vernehme schon den Einwand, daß der Mensch kein friedliches Lebewesen ist und auch nicht per se “gut”. Ja ja, das weiß ich doch… Was ich aber auch weiß ist zu unterscheiden. Zwischen Konflikt und Krieg der entstehen kann, wenn zwei sich, aus welchem Grund auch immer, spinnefeind sind oder sich einfach nicht mögen oder was weiß ich was, und zwischen Konflikt und Krieg der absichtlich in großem Maßstab herbeigeführt wird um die natürliche Ordnung der Völker nicht nur zu stören, sondern um diese natürliche Ordnung auch zu zerstören. Und das, Freunde, ist ein gewaltiger Unterschied!
Doch kehren wir noch einmal zur Religion zurück. Betrachten wir die drei Hauptreligionen, die jüdische Religion, die christliche und die islamische, im Sinne ihrer maßgeblichen Beeinflußung der Weltgeschicke. Es ist dabei gänzlich nebensächlich ob die jeweilige Religion in den Köpfen der Menschen, also im Geistigen, ihren Ursprung hat oder ob es den jeweiligen Gott tatsächlich gibt.
Beispiel Judentum. Gläubige Juden nehmen ihre Religion sehr ernst und siehe, ihre Macht ist groß auf Erden. Ähnliches gilt für den Islam. Gläubige Mohammedaner befolgen die Gebote ihres Glaubens und werden dafür ganz offensichtlich belohnt. Ihr Einfluß nimmt stetig zu. Besonders in Europa. Im christlichen Europa hingegen verliert der Glaube an Einfluß, und siehe, Dekadenz, Konsumdenken, Egoismus, Gleichgültigkeit, Rücksichtslosigkeit und dergleichen macht sich breit. Was dem einem schadet, nützt es nicht dem anderen?
Was ich damit zum Ausdruck bringen will ist die Kraft des geistigen Fundaments. Es sieht ganz so aus, als ob Juden und Mohammedaner über ein starkes geistiges Fundament verfügen. Der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben.
Kehren wir nun zum eigentlichen Thema zurück. Religion als Spaltpilz. Wie ich oben erwähnt habe, ist gerade das Thema Religion ein häufiges Streitthema unter den deutschsprachigen Patrioten und Wahrheitssuchern. Gewiß, darüber läßt sich trefflich streiten, doch wäre es nicht klüger, vernünftiger aus der Kraft des Glaubens zu lernen? Zum Beispiel indem man das Wesentliche herausfiltert, nämlich die ungeheure Kraft die in einem geistigen Fundament schlummert?
Vor kurzem sah ich ein Video in dem Bemerkenswertes vorgetragen wurde. Die Götter der alten Germanen waren demnach im bewußten Bereich des Menschen, doch der All-Vater war über und in Allem. Überträgt man dies auf die heutige Zeit, so könnte man personenbezogene Religionen innerhalb des bewußten Bereichs sehen und das Allgöttliche, von dem ich weiter oben geschrieben habe, als die Kraft die um und in Allem wirkt.
Weiter gedacht: Könnte dies nicht ein sehr starkes geistiges Fundament abgeben? Eines, in dem alle Religionen ihre Berechtigung haben, aber ohne daß man sich für eine entscheiden müßte? Dies nur so als Gedanke…
Ein solches Fundament könnte aber den “Spaltpilz Religion” in Diskussionen, virtuell oder persönlich geführt, dämpfen.
Dieser Artikel versteht sich deshalb auch nur als philosophischer Anstoß eigene Überlegungen über “Himmel und Erde” anzustellen.
In diesem Sinne, Grüße vom Schwurbler

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