Montag, 23. Januar 2012

Viktor Orban und die "ungarische Revolution"

Viktor Orban und die "ungarische Revolution":
Wohl eines der ersten europäischen Länder, das sich die dreisten Wirtschaftsmaßnahmen der Israel-Lobby nicht mehr gefallen lassen will, ist Ungarn. Wie in deutschen Zeitungen berichtet, will Viktor Orban die Vorgängerregierung möglicherweise vor Gericht stellen lassen. "Orbán will Vorgänger vor Gericht stellen. Premier Viktor Orbán will die Chefs der sozialistischen Vorgängerregierungen wegen Schuldenmachens anklagen lassen." (derstandard.at, 01.08.2011)

Auch wurden seitens der ungarischen Bevölkerung die Vorwürfe laut, dass israelische Investoren versuchen Ungarn aufzukaufen. »"Ungarn gehört den Ungarn", vernimmt die Menge, und dass israelische Investoren samt örtlichen Erfüllungsgehilfen gerade dabei seien, sich das Land mit seinen zehn Millionen Bürgern einzuverleiben: "Der Schekel stinkt nicht, und so kaufen sie Ungarn auf".« (spiegel.de, 03.04.2010). Dr. Krisztina Morvai (EU-Abgeordneter) erklärte, dass diese Vorwürfe keine leeren Worthülsen seien: "Präsident Schimon Peres hat erklärt, dass Israel Ungarn aufkaufen wolle – dafür habe ich Belege. Und jeder sieht ja, welches Leid Israel in Palästina anrichtet."

Die Israel-Lobby sieht sich sicher herausgefordert, wenn der ungarische Journalist Zsolt in der "Magyar Hírlap" unverblümt schreibt: "Die Budapester jüdischen Journalisten beschimpfen die FIDESZ [Orbans Regierungspartei]. … Unsere Aufgabe ist lediglich, dass wir ihnen nicht gestatten, in das Becken des Landes zu pinkeln und hineinzuschnäuzen. Sagen wir es bestimmt, dass wir das nicht gestatten. Dann aber schauen wir gemütlich zu, wie sie am Rande herumrennen. Ein Haufen unglückseliger Kranker. Sie werden ermüden."

Kalt durch den Rücken gefahren ist es der Lobby sicher auch, als Viktor Orban erklärte "den leidigen 'Trubel um den Holocaust' durch Themen von heute [zu] ersetzen" (spiegel.de, 03.04.2010). Der ungarische Dichter István Csurka verglich die Einflussnahme der EU mit der der Sowjetunion bis 1989. Andere Meinungsmacher stellen Ungarn als ein von Israel besetztes Land dar. Der jüdisch-ungarische Pianist Andras Schiff will nun nicht mehr in Ungarn auftreten, die Ungarn scheinen nichts dagegen zu haben. Die neue Verfassung, die Orbans Partei verkündete hat den Namen "Republik" aus dem Staatsnamen streichen lassen. In den westlichen Medien wird Orban dafür stark angegriffen und es wird immer auf die angeblichen Demonstrationen gegen Orban verwiesen, diese sind aber relativ klein, bedenkt man den großen Fürsprech, den Orban aus der Bevölkerung erhält. So demonstrierten 10.000 Oppositionelle, während bei der letzten Pro-Orban-Demonstration eine halbe Millionen Menschen auf den Straßen in Budapest waren.

Das Deutschland-Radio meinte Orban hätte sich "richtig einbetoniert". Auf jeden Fall scheint sich in Ungarn eine wirkliche Volksbewegung zu bilden, die sich nicht länger an Vorschriften der Israel-Lobby halten möchte und das auch durchzieht. Mal schauen, ob Orban mit seiner Politik erfolgreich ist und sich wirklich "richtig einbetoniert" hat. Was Orban noch alles mit Ungarn vor hat werden wir sicher bald erfahren, hoffen wir, dass seine zukünftigen Maßnahmen dem ungarischen Volk wirklich dienlich sind.

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