
PARIS, 16. Dezember (AFP) – Die Ratingagentur Fitch hat Frankreichs Bonität mit der Bestnote AAA mit einem negativen Ausblick versehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung der Note in den kommenden zwei Jahren liege bei mehr als 50 Prozent, teilte Fitch am Freitag mit. Im Vergleich zu anderen Ländern mit der Topnote AAA sei in Frankreich eine Verschlimmerung der Krise am ehesten möglich. Grund dafür seien das Haushaltsdefizit und die vergleichsweise hohen Schulden.
Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister François Baroin nahm die Entscheidung der Agentur “zur Kenntnis”. Die Regierung werde weiterhin entschlossen für Wachstum, Wettbewerb, Arbeitsplätze und die Reduzierung des Staatsdefizits eintreten, erklärte Baroin.
Fitch drohte zugleich mit der Herabstufung der Bewertungen von sechs weiteren Ländern der Euro-Zone. Es sei möglich, dass die Noten von Spanien, Italien, Belgien, Slowenien, Zypern und Irland bis Ende Januar um ein bis zwei Stufen abgesenkt werden könnten.
Erst in der vergangenen Woche hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s angekündigt, die Kreditwürdigkeit von 15 der 17 Länder der Euro-Zone zu überprüfen. Davon wäre auch Deutschland betroffen.
Die US-Ratingagentur Moody’s teilte indes am Freitag mit, die Bonität Belgiens werde von Aa1 auf Aa3 heruntergesetzt und mit einem negativen Ausblick bewertet. Zur Begründung nannte das Unternehmen schlechtere Bedingungen für verschuldete Eurostaaten, sich Geld zu leihen, die Risiken hinsichtlich des Wachstums der belgischen Wirtschaft sowie die möglichen Kosten für die Rettung von Banken, beispielsweise der angeschlagenen Dexia-Bank.
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