Montag, 12. Dezember 2011

Frankreich bezichtigt Syrien des Anschlags auf Blauhelme im Libanon

Frankreich bezichtigt Syrien des Anschlags auf Blauhelme im Libanon:


PARIS, 11. Dezember – Frankreich verdächtigt Syrien, hinter einem Anschlag auf eine UN-Patrouille im Libanon zu stehen. Bei dem Anschlag, bei dem am Freitag fünf französische Blauhelmsoldaten und zwei Zivilisten verletzt wurden, handele es sich “wahrscheinlich” um eine von Syrien gesteuerte Tat, sagte Außenminister Alain Juppé am Sonntag. Es gebe “gewichtige Gründe”, Damaskus zu verdächtigen. Zwar gebe es keine Beweise, doch bediene sich Syrien gewöhnlich der libanesischen Hisbollah-Miliz, um derartige Anschläge auszuführen.


Der libanesische Oppositionsführer Saad Hariri hatte zuvor erklärt, bei dem Anschlag handele es sich um eine “Botschaft” Syriens. Diplomaten und Politiker befürchten, dass die Gewalt in dem Nachbarland auf den Libanon übergreifen könnte. In Syrien demonstriert die Opposition seit Wochen gegen Staatschef Baschar el Assad, der die Armee mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgehen lässt. Im Libanon dominiert die mit Syrien verbündete schiitische Hisbollah die Regierung.

Die UN-Blauhelmmission UNIFIL, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist, überwacht seit 1978 die Grenze zwischen dem Libanon und Israel. Von den 12.100 Soldaten, die schon mehrfach Ziel von Angriffen waren, sind 1300 Franzosen.


Der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Montag auf Initiative Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit der Gewalt in Syrien. UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay soll das mächtigste UN-Gremium nach Angaben aus Diplomatenkreisen in New York gegen 15.00 Uhr (Ortszeit) über die Lage in dem Land unterrichten. Pillay hatte am Freitag die Tatenlosigkeit des Sicherheitsrates bei der Niederschlagung der Proteste durch Syriens Staatschef Baschar el Assad beklagt. Analysten erwarten eine Signalwirkung für NATO-Militäraktionen.


US-General Wesley Clark erklärte während eines Videointerviews am 2. März 2007, dass das militärische Establishment kurz nach 9/11 die Entscheidung getroffen hätte, in 7 Ländern einen Regimewandel zu vollziehen. Neben dem Irak handle es sich um Libyen, den Libanon, den Sudan, Somalien, Iran und Syrien.



Vom Juni 1996 bis zum Juli 1997 diente er als Kommandierender General des US Southern Command. Danach übernahm er von 1997 bis 2000 das Kommando über das US European Command und damit gleichzeitig den Posten des Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), des Oberbefehlshabers der NATO.


gt/lan/ut

Democracy Now

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