Anmerkung: Gernot Geise äußert in diesem Artikel ähnliche Gedanken wie ich sie in meiner letzten Artikelserie ausführte. Ich beschrieb darin ein europäisches Urreich, dessen Geschichte auf das spätere Rom übertragen wurde. Herr Geise liefert weitere Hinweise auf diesen Sachverhalt. Spannend finde ich auch seine Ideen über den Limes. war dieser etwa in Wahrheit die Grenze zwischen dem Ost- und Westreich, aus dem die Geschichtsfälscher später Ost- und Westrom machten?
von Gernot Geise
Schon vor längerer Zeit stolperte ich im Zusammenhang mit den »Römern« und dem »Imperium Romanum« über - wie mir schien - merkwürdige Diskrepanzen und Widersprüche, die, jeweils für sich allein genommen, zunächst durchaus hätten überlesen werden können. Nach und nach kristallisierte sich mir jedoch der starke Verdacht heraus, ob hier nicht, in den konventionellen Geschichtswerken, das Ganze irgendwie völlig verdreht dargestellt sein könnte.
Zunächst einmal - nach der Menge der vorhandenen Literatur zu urteilen - muss ein an dieser Thematik Interessierter zu dem Ergebnis kommen, das dann meist das Ende kritischer Gedankengänge ist: Alles hier ist bereits eingehend erforscht und belegt, hier gibt es keinerlei Unklarheiten mehr.
Betrachtet man jedoch die Darstellungen in den Geschichtswerken etwas genauer, so kann man voller Verblüffung feststellen, dass anscheinend jeder von jedem abgeschrieben hat und »Tatsachen«, die irgendwann einmal als solche festgeschrieben wurden, nur wiederholt werden. Ich fing erstmals so richtig an, stutzig zu werden, als ich mir plastisch vor Augen führen wollte, wie es denn die »römischen« Legionen geschafft haben sollen, zu Fuß die Alpen zu überschreiten und dann anschließend das mehr westliche »Rest-Europa« zu besiegen. Allein die praktische Überwindung der Alpen in der geschilderten Form erschien mir völlig unwahrscheinlich. Eine Frage warf die nächste auf:
· Gesetzt den Fall, die »römischen« Legionen hätten dies wirklich so getan, wie es in den Büchern steht - wie war es dann möglich, mit dem Vorrücken der Legionen in Feindesland (denn das war es ja) gleichzeitig die »Römerstraßen« zu erbauen, auf denen die Legionen marschierten? Waren diese Straßen nicht etwa schon vorher da?1
· Eine Legion bestand ja nicht nur aus der kämpfenden Truppe, sondern musste - wie Soldaten auch heute noch - den Verpflegungstross mitführen, auch in unwegsamem Gelände, wo es, vor dem Bau der »Römerstraßen«, doch bestenfalls Feldwege gegeben hätte. Eine Legion bestand ja nicht nur aus der kämpfenden Truppe, sondern musste auch Vorräte, Zelte usw. mitführen.
· Welcher ethnischen Herkunft waren eigentlich die Legionäre jener »römischen« Legionen, die - der konventionellen Geschichtsschreibung zufolge - Gallien, Germanien usw. erobert haben sollen? Man höre und staune: Es waren größtenteils Germanen und Kelten. Gab es überhaupt einen Anteil italischer Legionäre unter den Truppen Caesars, des Drusus oder Germanicus?
· Na schön, wenn schon die kämpfende Truppe aus Einheimischen bestand, werden doch wohl die Offiziere ... nein! Auch sie waren Germanen und Kelten ... Wo waren die italischen Offiziere? Etwa in Rom geblieben?
Das häufte gleich einen weiteren Fragenkatalog auf, denn:
· Wo lag eigentlich Rom? Heute weiß ich die Weisheit und Ehrlichkeit des Spruches »Viele Wege führen nach Rom!« zu schätzen, denn: Es führen nicht etwa viele Wege nach dem Rom, sondern: Viele Wege führen jeweils zu einem Rom!
· Meine Forschungen ergaben nämlich, dass ursprünglich jede größere Stadt, die irgendwie mit den »Römern« in Verbindung stand, ursprünglich »Rom« genannt wurde. Das war für mich eine recht sonderbare und möglicherweise folgenreiche Entdeckung! War dann womöglich mit »Rom« gar nicht immer das Rom, das wir heute so nennen, gemeint? Das führte natürlich zwangsläufig zu den Fragen:
· Was hat es mit dem italienischen Rom auf sich? Ist es denn nicht gesichert, dass jenes Rom die Hauptstadt des »Imperium Romanum« war? Nach einigen Aussagen soll sie sogar die älteste Stadt der Welt sein. War Rom denn wenigstens das älteste »Rom«? Weit gefehlt! Jene bekannte Stadt erhielt erst im Mittelalter den Namen Roma quadrata, und vorher hieß diese Stadt Palatium2.
Das erschien mir denn doch allzu unglaubhaft, steht doch in jedem Geschichtsbuch Märchenhaftes über die frühe Glanzzeit dieser Stadt und: Sind denn nicht genug Ruinen aus dieser »Glanzzeit« vorhanden? Irrtum, sie sind es eben nicht! Was dort vorhanden ist, sind etruskische Überreste und spätere Nachbauten. Erst nach der Zeitenwende sind »römische« Funde archäologisch nachweisbar. Dagegen sieht die Fundsituation merkwürdigerweise in Gallien/Germanien viel ergiebiger aus. Das gab mir zu denken und ich kam zu dem Ergebnis, dass hier eine ganze Reihe von Fakten und Daten durcheinander geworfen worden sein müssen, sei es aus Unkenntnis, sei es absichtlich.
Wenn denn »Römer« und Kelten identisch sein sollen, musste ich mich näher mit den Kelten auseinander setzen, und dabei stellte ich fest:
· Verblüffende Ähnlichkeiten zwischen keltischem (La Tène-) Rittertum - übrigens auch mit mykenischem - mit »römischem« Rittertum, und hier wiederum mit dem mittelalterlichen Rittertum ... (sind sie etwa alle identisch?).
· Die Kelten waren gar nicht die von »römischen« Geschichtsschreibern so dargestellten »Barbaren«, denn sie hatten zu diesem Zeitpunkt bereits eine hoch entwickelte (auch technisch hoch entwickelte!) Kultur, die durchaus der gepriesenen »römischen« gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen war. Kelten waren durchaus gebildete Leute und konnten, nicht nur in Ausnahmefällen, lesen und schreiben (die allgemeine Verdummung wurde erst nach der christlichen Unterwerfung verordnet)!
· In den Rahmen solcher Spekulationen schien mir auch der von Winni Marold3 und Horst Friedrich4 geäußerte Verdacht zu passen, wonach das Latein möglicherweise eine Kunstsprache, keinesfalls jedoch die »Mutter« der romanischen Sprachen gewesen sein könnte. Ein romanisches Substrat in Gallien oder Rätien/Vindelizien vor der angeblichen Eroberung durch ein »Imperium Romanum« muss doch sehr zu denken geben!
· Was gleich zu den nächsten Fragen führte:
· Wie weit ist der herkömmlichen Chronologie und Geschichtsschreibung noch zu glauben, wenn man feststellen muss, dass hier planmäßig in großem Stil gefälscht wurde?
· Sind die »römischen« Schriftsteller überhaupt glaubhaft? Oder sind ihnen die überlieferten Berichte untergeschoben worden? Könnten diese Schriftsteller auch eine Erfindung der christlichen Fälschungsaktion sein? Im Übrigen war es im so genannten Mittelalter nachgewiesenermaßen eine weitverbreitete »Mode«, sich einen lateinischen Namen zuzulegen ...
· Wenn das Rittertum des Mittelalters, was ich inzwischen für eine ernstzunehmende These halte, mit dem keltischen Rittertum identisch sein sollte, dann würden Schriftsteller mit lateinischen Namen ins Szenario passen, ohne in diesem Punkt die späteren (tatsächlich stattgefundenen) Fälschungsaktionen zu bemühen. Dann wären hier von den Fälschern »nur« zu viele Jahrhunderte eingefügt worden. Doch das vermuten ja bereits auch andere Forscher ...
· Und doch blieben weitere quälende Fragen:
· Was war mit Caesar, der ja angeblich hieb- und stichfest nachgewiesen ist? War er etwa ein »römischer« Kaiser des Mittelalters? Ist Caesar mit dem sagenhaften Karl dem Großen identisch? Karl der Große wurde ja bereits von Heribert Illig ad absurdum geführt5 - jedoch funktionierte das nur, weil im vorgegebenen Zeitraum, in dem Karolus Magnus gelebt haben soll, von ihm nichts nachweisbar ist. Wenn Karl jedoch mit Caesar identisch sein sollte, könnte er wieder auferstehen! Waren die (allerdings erst in späterer Fälscherzeit) geschilderten Christianisierungsschlachten von Karl dem Großen identisch mit Caesars Bellum gallicum, oder den Feldzügen des Drusus in Niedersachsen?
· Oder ist Caesars Gallischer Krieg auch erst im Mittelalter komplett erfunden worden?
Dies ist nur ein Teil der Fragwürdigkeiten, die mir auffielen (wesentlich ausführlicher behandle ich diese und weitere Fragen in meinem Buch „Die Irrealität des Römischen Reiches“ (2. Auflage Hohenpeißenberg 2005).
Wo werden wir letztendlich mit alledem landen, wird sich der Leser fragen. Auch ich kann es ihm noch nicht verbindlich sagen, auch noch kein in jeder Hinsicht abgesichertes alternatives Szenario vorlegen. Ich möchte hier zunächst nur einmal auf allerhand schwerwiegende Fragwürdigkeiten in der konventionellen Geschichtsschreibung zu den »Römern« und zum »Römischen Imperium« hinweisen, und ich möchte insbesondere den Leser zum Mit-Nachdenken anregen. Dieses Thema ist zu komplex, als dass ein Einzelner hoffen dürfte, im Alleingang eine hieb- und stichfeste Lösung vorlegen zu können. Schließlich laufen dergleichen Spekulationen möglicherweise darauf hinaus, gewissermaßen das »Betttuch« unter der abendländischen Zivilisation wegzuziehen!
Zunächst einmal - nach der Menge der vorhandenen Literatur zu urteilen - muss ein an dieser Thematik Interessierter zu dem Ergebnis kommen, das dann meist das Ende kritischer Gedankengänge ist: Alles hier ist bereits eingehend erforscht und belegt, hier gibt es keinerlei Unklarheiten mehr.
Betrachtet man jedoch die Darstellungen in den Geschichtswerken etwas genauer, so kann man voller Verblüffung feststellen, dass anscheinend jeder von jedem abgeschrieben hat und »Tatsachen«, die irgendwann einmal als solche festgeschrieben wurden, nur wiederholt werden. Ich fing erstmals so richtig an, stutzig zu werden, als ich mir plastisch vor Augen führen wollte, wie es denn die »römischen« Legionen geschafft haben sollen, zu Fuß die Alpen zu überschreiten und dann anschließend das mehr westliche »Rest-Europa« zu besiegen. Allein die praktische Überwindung der Alpen in der geschilderten Form erschien mir völlig unwahrscheinlich. Eine Frage warf die nächste auf:
· Gesetzt den Fall, die »römischen« Legionen hätten dies wirklich so getan, wie es in den Büchern steht - wie war es dann möglich, mit dem Vorrücken der Legionen in Feindesland (denn das war es ja) gleichzeitig die »Römerstraßen« zu erbauen, auf denen die Legionen marschierten? Waren diese Straßen nicht etwa schon vorher da?1
· Eine Legion bestand ja nicht nur aus der kämpfenden Truppe, sondern musste - wie Soldaten auch heute noch - den Verpflegungstross mitführen, auch in unwegsamem Gelände, wo es, vor dem Bau der »Römerstraßen«, doch bestenfalls Feldwege gegeben hätte. Eine Legion bestand ja nicht nur aus der kämpfenden Truppe, sondern musste auch Vorräte, Zelte usw. mitführen.
· Welcher ethnischen Herkunft waren eigentlich die Legionäre jener »römischen« Legionen, die - der konventionellen Geschichtsschreibung zufolge - Gallien, Germanien usw. erobert haben sollen? Man höre und staune: Es waren größtenteils Germanen und Kelten. Gab es überhaupt einen Anteil italischer Legionäre unter den Truppen Caesars, des Drusus oder Germanicus?
· Na schön, wenn schon die kämpfende Truppe aus Einheimischen bestand, werden doch wohl die Offiziere ... nein! Auch sie waren Germanen und Kelten ... Wo waren die italischen Offiziere? Etwa in Rom geblieben?
Das häufte gleich einen weiteren Fragenkatalog auf, denn:
· Wo lag eigentlich Rom? Heute weiß ich die Weisheit und Ehrlichkeit des Spruches »Viele Wege führen nach Rom!« zu schätzen, denn: Es führen nicht etwa viele Wege nach dem Rom, sondern: Viele Wege führen jeweils zu einem Rom!
· Meine Forschungen ergaben nämlich, dass ursprünglich jede größere Stadt, die irgendwie mit den »Römern« in Verbindung stand, ursprünglich »Rom« genannt wurde. Das war für mich eine recht sonderbare und möglicherweise folgenreiche Entdeckung! War dann womöglich mit »Rom« gar nicht immer das Rom, das wir heute so nennen, gemeint? Das führte natürlich zwangsläufig zu den Fragen:
· Was hat es mit dem italienischen Rom auf sich? Ist es denn nicht gesichert, dass jenes Rom die Hauptstadt des »Imperium Romanum« war? Nach einigen Aussagen soll sie sogar die älteste Stadt der Welt sein. War Rom denn wenigstens das älteste »Rom«? Weit gefehlt! Jene bekannte Stadt erhielt erst im Mittelalter den Namen Roma quadrata, und vorher hieß diese Stadt Palatium2.
Das erschien mir denn doch allzu unglaubhaft, steht doch in jedem Geschichtsbuch Märchenhaftes über die frühe Glanzzeit dieser Stadt und: Sind denn nicht genug Ruinen aus dieser »Glanzzeit« vorhanden? Irrtum, sie sind es eben nicht! Was dort vorhanden ist, sind etruskische Überreste und spätere Nachbauten. Erst nach der Zeitenwende sind »römische« Funde archäologisch nachweisbar. Dagegen sieht die Fundsituation merkwürdigerweise in Gallien/Germanien viel ergiebiger aus. Das gab mir zu denken und ich kam zu dem Ergebnis, dass hier eine ganze Reihe von Fakten und Daten durcheinander geworfen worden sein müssen, sei es aus Unkenntnis, sei es absichtlich.
Wenn denn »Römer« und Kelten identisch sein sollen, musste ich mich näher mit den Kelten auseinander setzen, und dabei stellte ich fest:
· Verblüffende Ähnlichkeiten zwischen keltischem (La Tène-) Rittertum - übrigens auch mit mykenischem - mit »römischem« Rittertum, und hier wiederum mit dem mittelalterlichen Rittertum ... (sind sie etwa alle identisch?).
· Die Kelten waren gar nicht die von »römischen« Geschichtsschreibern so dargestellten »Barbaren«, denn sie hatten zu diesem Zeitpunkt bereits eine hoch entwickelte (auch technisch hoch entwickelte!) Kultur, die durchaus der gepriesenen »römischen« gleichwertig, wenn nicht sogar überlegen war. Kelten waren durchaus gebildete Leute und konnten, nicht nur in Ausnahmefällen, lesen und schreiben (die allgemeine Verdummung wurde erst nach der christlichen Unterwerfung verordnet)!
· In den Rahmen solcher Spekulationen schien mir auch der von Winni Marold3 und Horst Friedrich4 geäußerte Verdacht zu passen, wonach das Latein möglicherweise eine Kunstsprache, keinesfalls jedoch die »Mutter« der romanischen Sprachen gewesen sein könnte. Ein romanisches Substrat in Gallien oder Rätien/Vindelizien vor der angeblichen Eroberung durch ein »Imperium Romanum« muss doch sehr zu denken geben!
· Was gleich zu den nächsten Fragen führte:
· Wie weit ist der herkömmlichen Chronologie und Geschichtsschreibung noch zu glauben, wenn man feststellen muss, dass hier planmäßig in großem Stil gefälscht wurde?
· Sind die »römischen« Schriftsteller überhaupt glaubhaft? Oder sind ihnen die überlieferten Berichte untergeschoben worden? Könnten diese Schriftsteller auch eine Erfindung der christlichen Fälschungsaktion sein? Im Übrigen war es im so genannten Mittelalter nachgewiesenermaßen eine weitverbreitete »Mode«, sich einen lateinischen Namen zuzulegen ...
· Wenn das Rittertum des Mittelalters, was ich inzwischen für eine ernstzunehmende These halte, mit dem keltischen Rittertum identisch sein sollte, dann würden Schriftsteller mit lateinischen Namen ins Szenario passen, ohne in diesem Punkt die späteren (tatsächlich stattgefundenen) Fälschungsaktionen zu bemühen. Dann wären hier von den Fälschern »nur« zu viele Jahrhunderte eingefügt worden. Doch das vermuten ja bereits auch andere Forscher ...
· Und doch blieben weitere quälende Fragen:
· Was war mit Caesar, der ja angeblich hieb- und stichfest nachgewiesen ist? War er etwa ein »römischer« Kaiser des Mittelalters? Ist Caesar mit dem sagenhaften Karl dem Großen identisch? Karl der Große wurde ja bereits von Heribert Illig ad absurdum geführt5 - jedoch funktionierte das nur, weil im vorgegebenen Zeitraum, in dem Karolus Magnus gelebt haben soll, von ihm nichts nachweisbar ist. Wenn Karl jedoch mit Caesar identisch sein sollte, könnte er wieder auferstehen! Waren die (allerdings erst in späterer Fälscherzeit) geschilderten Christianisierungsschlachten von Karl dem Großen identisch mit Caesars Bellum gallicum, oder den Feldzügen des Drusus in Niedersachsen?
· Oder ist Caesars Gallischer Krieg auch erst im Mittelalter komplett erfunden worden?
Dies ist nur ein Teil der Fragwürdigkeiten, die mir auffielen (wesentlich ausführlicher behandle ich diese und weitere Fragen in meinem Buch „Die Irrealität des Römischen Reiches“ (2. Auflage Hohenpeißenberg 2005).
Wo werden wir letztendlich mit alledem landen, wird sich der Leser fragen. Auch ich kann es ihm noch nicht verbindlich sagen, auch noch kein in jeder Hinsicht abgesichertes alternatives Szenario vorlegen. Ich möchte hier zunächst nur einmal auf allerhand schwerwiegende Fragwürdigkeiten in der konventionellen Geschichtsschreibung zu den »Römern« und zum »Römischen Imperium« hinweisen, und ich möchte insbesondere den Leser zum Mit-Nachdenken anregen. Dieses Thema ist zu komplex, als dass ein Einzelner hoffen dürfte, im Alleingang eine hieb- und stichfeste Lösung vorlegen zu können. Schließlich laufen dergleichen Spekulationen möglicherweise darauf hinaus, gewissermaßen das »Betttuch« unter der abendländischen Zivilisation wegzuziehen!
Könnte der Kern- und Angelpunkt des hier vermuteten gigantischen Verwirrspiels darin zu suchen sein, dass hier allerhand Begriffe, die mit »Rom« und den »Römern« zu tun haben, in ein- und dieselbe »Schublade« geworfen, miteinander vermischt wurden, obwohl man sie hätte getrennt halten müssen? Es scheint mir höchste Zeit, die tradierte, angeblich belegte Geschichtsschreibung zum »Imperium Romanum« zu hinterfragen, daran zu rütteln!
Schauen wir uns die Bezeichnung »Rom« an, so denken wir unwillkürlich an die heutige Stadt gleichen Namens in Italien. Lesen wir vom »Römischen Reich«, vom »Imperium Romanum«, so denken wir an das Reich, das von diesem italischen Rom gegründet worden sein soll.
»Römer« sind demnach:
1) im engeren Sinne die Bewohner dieser Stadt und
2) im weiteren Sinne die Angehörigen dieses Reiches.
Diese Definitionen können wir implizit den gängigen Geschichtswerken entnehmen. Aber ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass hier Generationen von Autoren den heroischen, aber verkrampften Versuch unternommen haben, Dinge, die nicht zusammengehören, dennoch partout unter einen Hut zu bringen. Wie konnte es dazu kommen, dass dies alles so vereinfacht wurde? Meine These ist es, dass die Wirklichkeit komplizierter war, als das tradierte Geschichtsbild uns glauben machen will.
Reduziert man das Wort »Rom(ani)« auf seinen Ursprungssinn, so stellt man fest, dass es aus dem Griechischen kommt. Jedenfalls wird in dieser Sprache die einzige Worterklärung dafür geliefert: Rom ist eine griechische Bezeichnung6. Heute bezeichnet Rom nur noch die bekannte Stadt in Italien. Nach Gemoll7 heißt jedoch griech. Rom: Heer, Heeresmacht, Heeresteil, Streitmacht, Kolonne8. Rom ist demnach also kein Name, sondern eine Bezeichnung gewesen! Und diese Bezeichnung galt offenbar pauschal, aus griechischer Sicht, für die Halbinsel Italien und für alles, was darüber hinaus im Westen lag9.
Ein »Römer« war also offenbar nicht etwa der Angehörige eines »Volkes der Römer«, sondern eine Person, die dem »Rom«, also dem Militär, angehörte. Vergleichbar etwa mit unseren heutigen Zöllnern, die auch keinem »Zoll-Volk« angehören, sondern dem Zoll als Institution.
Ist am Ende gar jenes »Römische Reich«, das sich im Mittelalter in Mitteleuropa konstituierte, identisch mit dem »Römischen Reich« (Imperium Romanum) der Antike gewesen? Hat dieses Reich sich von Anfang an hier in »Gallien/Germanien« entwickelt? Denn: Das im Prinzip »Westgriechische Reich« der ersten griechischen Erwähnungen war weder »römisch«, noch hatte es mit einer Stadt »Rom« zu tun, denn die gab es unter diesem Namen damals noch gar nicht [wobei die Bezeichnung »Reich« zu dieser Zeit »reich«lich übertrieben war, bestand es doch aus nicht viel mehr als jener (etruskischen?) Stadt, die von den (etruskischen) Nachbarn mehr oder weniger geduldet wurde, und die erst im Mittelalter auf den Namen »Rom« umbenannt wurde]. Angebliche kriegerische Züge mit dem Ziel, den Einfluss dieser »Stadt« auf größere Gebiete in Italien auszuweiten, scheiterten - wie nachzulesen ist - regelmäßig an den Latinern, den Etruskern, den Samniten und anderen.
Dieses »Römische Reich« bis etwa um das Jahr Null unserer Zeitrechnung hat es bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht geschafft, sich auszudehnen, schon gar nicht so weit, wie die konventionelle Geschichtsschreibung es will, denn dieses Reich gab es offenbar überhaupt nicht!
Das »Römische Reich« der Wirklichkeit (das in der Geschichtsschreibung mit dem angeblichen, jedoch nicht existenten, italienischen Reich vermengt wird) existierte nach meinen Erkenntnissen tatsächlich, jedoch auf gallisch/germanischem Gebiet. Die archäologischen Befunde sprechen eindeutig dafür und gegen das italienische Reich10. Dieses »Imperium« hatte es folglich auch gar nicht nötig, die hiesigen Ländereien zu erobern, weil diese ja das Reich waren, zum Reich gehörten. Es käme wohl auch niemand auf die Idee, zu behaupten, unsere Bundeswehr hätte die Bundesrepublik erobert und besetzt ...!
Das in den Geschichtsbüchern stehende Reich mit dem Schwerpunkt in Italien jedoch war keines, sondern nur eine mehr oder weniger kleine Stadt-Kolonie Griechenlands, die sich irgendwann selbstständig gemacht hatte und in (mehr oder weniger friedlicher) Koexistenz mit den »Ur«einwohnern des Landes lebte. So hieß diese »Stadt« auch nicht etwa »Rom«, sondern war bis weit über das erste christliche Jahrtausend hinaus der etwa zehn Hektar kleine, unscheinbare Ort Palatium11, der aus Rundhütten bestand12 und erst später - aufgrund der viereckigen Form des palatinischen Hügels - auch Roma quadrata genannt wurde.
Das eigentliche »Römische Reich« (das sich später den Zusatz »Heiliges ... Deutscher Nation« zulegte) wird heute, völlig zu Unrecht, wie ich meine, als erobertes Land dargestellt, während dem italienischen »Rom« alles zugeordnet wird, was irgendwie mit »Römern« zusammenhängt. Dazu gehört auch das Märchen vom »weltumspannenden« Riesenreich, das - angefangen mit Caesar - von ebendiesem »Rom« errichtet bzw. erobert worden sein soll. Hier wird mit einiger Wahrscheinlichkeit so ungefähr alles durcheinander geworfen, was man durcheinander werfen kann. Vermutlich sollte mit dieser Geschichtsklitterung, die den durchdringenden Geruch christlicher Fälscher ausstrahlt, die spätere Papst-Metropole kräftig aufgewertet werden. Und das hat ja auch recht gut funktioniert. Fast alle glauben es bis heute.
Das eigentliche »Römische Reich« war wohl ein keltogermanisches Reich. So müsste dieses Staatsgebilde eigentlich genannt werden, denn die Einwohner waren Kelten (ja, ich weiß: auch Iberer, Germanen, Helvetier, Gallier usw. usw. Das sind jedoch nur Details). Dieses kontinuierlich entstandene, riesige Reich bestand aus vielen kleinen Einzelkolonien und Einzelstämmen. Es heißt, dass die Kelten (Germanen ...) angeblich nicht dazu »in der Lage gewesen seien«, ein »Keltisches Reich« zu errichten, in dem sich die einzelnen Volksgruppen zu einem Staat zusammenschließen konnten (sie sollen zu zerstritten gewesen und laufend in irgendwelche blutigen Kämpfe verwickelt gewesen sein). War das wirklich so? Hier wird oft verglichen mit den Volksgruppen Griechenlands, die sich bis zu Alexander dem Großen auch nicht zu einem griechischen Reich zusammenschließen wollten, sondern jede für sich lebten.
Und diese Dezentralisation und Zerstrittenheit der einzelnen Stämme hätten es, nach der konventionellen Geschichtsschreibung zufolge, den »Römern« ermöglicht, das ganze Land zu erobern und zu unterjochen. Heißt es.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass die Wirklichkeit ein wenig anders ausgesehen haben muss:
Sicher nannten die Kelten ihr Reich nicht »Keltisches Reich«, jedoch war es offensichtlich durchaus ein Zusammenschluss der einzelnen Volksstämme unter der Führung (Oberhaupt/Repräsentant) eines Kaisers (Cäsar/Augustus13), der von den einzelnen Stammesfürsten bzw. u. U. auch von Heeresteilen gewählt wurde (erst viel später wurde der Kaisertitel, wie ein Stammesfürstentitel, weitervererbt).
Dieses Reich war nicht von Anfang an da, das ist klar. Es entwickelte sich genauso kontinuierlich wie die gesamte keltische Kultur zu einer hoch entwickelten Ritterkultur, und das innerhalb von nur etwa zweihundert Jahren.
Es handelte sich flächenmäßig um ein recht großes Reich, das natürlich irgendwie verwaltet werden musste. Auch gegen Angreifer von außen oder von innen musste ein überregionaler Schutz, eine Art Polizeieinheit und Eingreiftruppe, geschaffen werden. Diese überregionale Streitmacht, die dem Cäsar-Kaiser unterstellt war, waren die »Römer«, nicht als Volksgruppe, sondern als Berufsstand14. Als solches hatten sie die Funktionen von
· Soldaten,
· Zolldienst,
· Grenzschutz und
· Polizei15.
Diese Armee bestand aus (mehr oder weniger) freiwilligen Angehörigen aller zu beschützenden (oder zu kontrollierenden) keltogermanischen Stämmen, genau wie unsere heutige Bundeswehr. Auch die »römischen« Befehlshaber entstammten diesen Volksgruppen und nicht etwa irgendwelchen italischen (oder etruskischen) Völkern.
Dieses zunächst namenlose Reich wurde erst später das »römische« genannt - aufgrund der Bezeichnung ihrer Soldaten und der vielen Ortschaften, die sich um die »Roms«, die Militärstützpunkte, gebildet hatten (Kasernen bzw. Kastelle mit der Bezeichnung »Rom«: beispielsweise [heute] Trier, Landsberg/Lech, Aachen, Mainz, Bamberg usw. usw.). Mit seiner Erstarkung wurden natürlich auch militärische »Befriedungsaktionen« in die Nachbarschaft durchgeführt. Eine dieser Eroberungsaktionen gipfelte offenbar in der Eroberung und Besetzung Italiens, das damit dem »Römischen Reich« einverleibt wurde.
In dieser Richtung muss die Ausdehnung des »Römischen Reiches« erfolgt sein, und nicht umgekehrt! Dann ist auch die zahlenmäßig benötigte militärische Stärke der Legionen erklärbar, die zu einer Eroberung von Italien benötigt wurde. Dagegen konnte diese Menge an Soldaten bei einer Eroberung von Gallien/Germanien von einem italischen Rom niemals aufgebracht werden (auch wenn es nach herkömmlicher Geschichtsschreibung so gewesen sein soll).
Und diese Aktionen werden bezeichnenderweise von unseren Historikern sogar aufgeführt - jedoch als »keltische« oder ähnliche Überfälle auf »Rom« tituliert. Nein, es waren »römische« (also keltogermanische) Legionäre, die dieses Land eroberten und dabei auch die Ortschaft Palatium angriffen. Man muss nur die Geschichtsbücher etwas genauer durchlesen: An vielen Stellen blinzeln derartige Details durch den Wust des immer wieder kommentarlos voneinander abgeschriebenen, fehlerhaften Geschichtsbildes hindurch.
Die »blutigen Schlachten« zwischen »Römern« und Germanen/Kelten/o.ä. - so sie überhaupt stattgefunden haben16 - können demgemäß keine Eroberungsschlachten gewesen sein. Wenn sie - in kleinerem Rahmen - überhaupt stattgefunden haben, handelte es sich hier wohl um die regionale Niederwerfung Aufständischer in Form eines Bürgerkrieges, wie es etwa heute im ehemaligen Jugoslawien täglicher, blutiger Alltag ist, oder wie der (bisher) 25-jährige Bürgerkrieg in Irland. Diese Aktionen sind nicht zu verwechseln mit den späteren, wirklich blutigen Unterwerfungs- und Ausrottungsschlachten zum Zwecke der Zwangseinführung christlicher Nächstenliebe!
Als bequeme Geldeinnahmequelle (für die Betroffenen natürlich nicht) - oder, vornehmer ausgedrückt: Zoll - errichtete man quer durch das Land eine Zollgrenze, genannt Limes, und bemannte diese Grenze mit dem Bundesgrenzschutz (so würde man heute sagen). Denn eine Demarkationslinie, so wie es oftmals noch heute in den Geschichtsbüchern steht, war der Limes nie. Welchen Sinn soll wohl eine Grenze durch ein Land haben, in dem auf beiden Seiten dieselben Leute leben, außer handfesten finanziellen Gründen? (Ach so, das hatten wir doch bis vor kurzem noch in Deutschland ...!)
Noch einmal zu den Namensgleichheiten oder -ähnlichkeiten: Ich bin davon überzeugt, dass viele der Benennungen und Bezeichnungen erst in unserer heutigen Zeit (etwa im Laufe des letzten Jahrhunderts) vorgenommen wurden. Vielleicht stammen sie auch aus der Zeit der mittelalterlichen großen Geschichtsfälschungsaktionen der römisch-katholischen Kirche, die seinerzeit eine kirchengenehme allgemeine Geschichts-Verschlimmbesserung mit Konzentrierung auf die päpstliche Residenz durchgeführt hatte, die in tausenden von gefälschten Urkunden, Berichten und Beschreibungen gipfelte, in denen ganze Völker, Kaiser, Könige, Kriege und Zeiten erfunden wurden. Durch diese Radikalkur wurden nicht nur Unmengen von sorgfältig (und sorglos!) produzierten Falsifikaten erzeugt, sondern auch vorhandene echte Urkunden, Berichte und Beschreibungen vernichtet bzw. durch Fälschungen ersetzt. Offiziell heißt es dann: das Original ist leider verschollen, aber es existieren noch Abschriften davon. Merkwürdigerweise sind diese Abschriften wiederum untereinander nicht etwa identisch, denn sie unterscheiden sich im Datum, in den Namen der Beteiligten, in Örtlichkeiten usw. Oftmals ist ein Name auch direkt ausgespart worden, um später irgendeinen einsetzen zu können. Da fragt man sich unwillkürlich, wie einfältig die gelehrten Schreiber seinerzeit wohl gewesen sein müssen, wenn sie noch nicht einmal ein Dokument fehlerlos abschreiben konnten? Nein, sie waren nicht einfältig! Es handelte sich um gezielte, befohlene Fälschungsaktionen, sonst wären auch andere Verschreibungen vorgekommen, nicht nur immer wieder bei Daten und Personen17. Über die Hintergründe kann heute jedoch bestenfalls nur spekuliert werden.
Mit diesem Beitrag wollte ich zum Nachdenken anregen, nicht alles kommentarlos hinzunehmen, was uns als »gesichert« präsentiert wird. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dies nur meine derzeitige Arbeitshypothese ist, und dass ich für alternative Szenarien offen bin. Ausdrücklich heiße ich zukünftige Mitdenker willkommen!
Könnte es nicht folgendermaßen gewesen sein:
1) Das Durcheinander zum »Römischen Reich« in den Geschichtsbüchern löst sich auf, wenn wir unvoreingenommen und logisch die einzelnen Fakten anschauen: das »Römische Reich« hat sich offensichtlich auf gallisch/germanischem Gebiet entwickelt und dann von hier aus ausgedehnt. Die archäologische Situation bestätigt dies (die gefälschten »Überlieferungen« nicht).
2) Die Bezeichnung »Römer« ist ursprünglich offenbar nicht etwa von irgendeinem »römischen« Volk abgeleitet, sondern war eine reine Berufsbezeichnung, die zu späterer Zeit auf eine ganze »Volksgruppe«, und noch später auf ein ganzes erfundenes Volk ausgedehnt wurde.
Anmerkungen
(1) vgl. Gernot L. Geise „Römerstraßen: römisch oder keltisch?“, in: EFODON-SYNESIS Nr. 5/1994.
(2) Dr. Karl Ploetz „Auszug aus der Geschichte“, Bielefeld 1951, S. 161.
(3) Winni Marold „Das lateinische Mirakel. Wurzelprobleme der Romanistik“, in: Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart Nr. 2/1993.
(4) Horst Friedrich „Des »romanischen Rätsels« Lösung“, in: EFODON-SYNESIS Nr. 2/1994.
(5) Heribert Illig „Karl der Fiktive, genannt Karl der Große. Als Herrscher zu groß, als Realität zu klein“, Gräfelfing 1992.
(6) Auf Lateinisch heißt „Romanus“ = römisch [Helmut Werner (Hrsg.) „Lexikon der Lateinischen Sprache“, Eltville am Rhein 1989]. Das ist keine Worterklärung. Auf Mittelhochdeutsch heißt „rœmisch“ = römisch (Matthias Lexers „Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch“, Stuttgart 1986). Auch das ist keine Worterklärung. Es sind nur die jeweiligen Übersetzungen. Wenn man davon ausgeht, dass der Name „Rom“ nicht griechischen Ursprungs sei, hätte diese Stadt einen Namen, der keinen Sinn ergibt.
(7) Gemoll „Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch“, München 1954.
(8) vgl. Riemer/Geise „Wer waren die Römer“, in: EFODON NEWS Nr. 12/1992.
(9) Die „Überlieferung“, wonach „Rom“ im Jahre -753 gegründet worden sein soll, ist eine rein mythische Darstellung, die nirgends belegt ist. Sie widerspricht außerdem allen archäologischen Fakten.
(10) vgl. z. B.: Heribert Illig: „Verliert Italien sogar drei »dark ages«?“, in: Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart Nr. 3/1994.
(11) oder Pallantion, Palatinus, Palatio, Palatin usw. Es gibt hier jede Menge verschiedener Schreibweisen.
(12) Dr. Karl Ploetz „Auszug aus der Geschichte“, Bielefeld 1951, S. 161.
(13) Zu jener Zeit, als Trier Kaiserresidenz war, stand an der Spitze des Staates ein Augustus als „Oberkaiser“, ihm war als Gehilfe und Thronfolger ein Cäsar beigeordnet (Joachim von Elbe „Die Römer in Deutschland“, München 1984, S. 305).
(14) Wie auch aus der ursprünglichen „Berufsbezeichnung“ Germanen (Ger-manen) später eine Volksbezeichnung wurde.
(15) Die Benefiziarier (beneficiarii consularis) beispielsweise erfüllten straßenpolizeiliche Aufgaben und waren dem Provinzstatthalter (consularis) von Obergermanien unmittelbar unterstellte Legionäre der VIII. Legion Augusta aus Straßburg und der XXII. Legion Primigenia pia fidelis aus Mainz (Elbe, S. 224).
(16) Nicht umsonst streitet man sich auch heute noch über beispielsweise die „Varusschlacht im Teutoburger Wald“, deren angeblicher Schauplatz einfach nicht eindeutig lokalisiert werden kann, weil archäologisch kein Schlachtfeld nachweisbar ist ... (vgl. Gerhard Tiggelkamp: „Ist Kalkriese der Ort der Varus-Schlacht?“, EFODON-DOKUMENTATION DO-1).
(17) vgl. beispielsweise Wilhelm Kammeier „Die Fälschung der deutschen Geschichte“, Band I, Viöl 1993.
Bildquelle
Abbildungen aus: Bär/Quensel (Hrsg.) „Bildersaal Deutscher Geschichte“, Stuttgart/Berlin/Leipzig 1840.
Schauen wir uns die Bezeichnung »Rom« an, so denken wir unwillkürlich an die heutige Stadt gleichen Namens in Italien. Lesen wir vom »Römischen Reich«, vom »Imperium Romanum«, so denken wir an das Reich, das von diesem italischen Rom gegründet worden sein soll.
»Römer« sind demnach:
1) im engeren Sinne die Bewohner dieser Stadt und
2) im weiteren Sinne die Angehörigen dieses Reiches.
Diese Definitionen können wir implizit den gängigen Geschichtswerken entnehmen. Aber ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass hier Generationen von Autoren den heroischen, aber verkrampften Versuch unternommen haben, Dinge, die nicht zusammengehören, dennoch partout unter einen Hut zu bringen. Wie konnte es dazu kommen, dass dies alles so vereinfacht wurde? Meine These ist es, dass die Wirklichkeit komplizierter war, als das tradierte Geschichtsbild uns glauben machen will.
Reduziert man das Wort »Rom(ani)« auf seinen Ursprungssinn, so stellt man fest, dass es aus dem Griechischen kommt. Jedenfalls wird in dieser Sprache die einzige Worterklärung dafür geliefert: Rom ist eine griechische Bezeichnung6. Heute bezeichnet Rom nur noch die bekannte Stadt in Italien. Nach Gemoll7 heißt jedoch griech. Rom: Heer, Heeresmacht, Heeresteil, Streitmacht, Kolonne8. Rom ist demnach also kein Name, sondern eine Bezeichnung gewesen! Und diese Bezeichnung galt offenbar pauschal, aus griechischer Sicht, für die Halbinsel Italien und für alles, was darüber hinaus im Westen lag9.
Ein »Römer« war also offenbar nicht etwa der Angehörige eines »Volkes der Römer«, sondern eine Person, die dem »Rom«, also dem Militär, angehörte. Vergleichbar etwa mit unseren heutigen Zöllnern, die auch keinem »Zoll-Volk« angehören, sondern dem Zoll als Institution.
Ist am Ende gar jenes »Römische Reich«, das sich im Mittelalter in Mitteleuropa konstituierte, identisch mit dem »Römischen Reich« (Imperium Romanum) der Antike gewesen? Hat dieses Reich sich von Anfang an hier in »Gallien/Germanien« entwickelt? Denn: Das im Prinzip »Westgriechische Reich« der ersten griechischen Erwähnungen war weder »römisch«, noch hatte es mit einer Stadt »Rom« zu tun, denn die gab es unter diesem Namen damals noch gar nicht [wobei die Bezeichnung »Reich« zu dieser Zeit »reich«lich übertrieben war, bestand es doch aus nicht viel mehr als jener (etruskischen?) Stadt, die von den (etruskischen) Nachbarn mehr oder weniger geduldet wurde, und die erst im Mittelalter auf den Namen »Rom« umbenannt wurde]. Angebliche kriegerische Züge mit dem Ziel, den Einfluss dieser »Stadt« auf größere Gebiete in Italien auszuweiten, scheiterten - wie nachzulesen ist - regelmäßig an den Latinern, den Etruskern, den Samniten und anderen.
Dieses »Römische Reich« bis etwa um das Jahr Null unserer Zeitrechnung hat es bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht geschafft, sich auszudehnen, schon gar nicht so weit, wie die konventionelle Geschichtsschreibung es will, denn dieses Reich gab es offenbar überhaupt nicht!
Das »Römische Reich« der Wirklichkeit (das in der Geschichtsschreibung mit dem angeblichen, jedoch nicht existenten, italienischen Reich vermengt wird) existierte nach meinen Erkenntnissen tatsächlich, jedoch auf gallisch/germanischem Gebiet. Die archäologischen Befunde sprechen eindeutig dafür und gegen das italienische Reich10. Dieses »Imperium« hatte es folglich auch gar nicht nötig, die hiesigen Ländereien zu erobern, weil diese ja das Reich waren, zum Reich gehörten. Es käme wohl auch niemand auf die Idee, zu behaupten, unsere Bundeswehr hätte die Bundesrepublik erobert und besetzt ...!
Das in den Geschichtsbüchern stehende Reich mit dem Schwerpunkt in Italien jedoch war keines, sondern nur eine mehr oder weniger kleine Stadt-Kolonie Griechenlands, die sich irgendwann selbstständig gemacht hatte und in (mehr oder weniger friedlicher) Koexistenz mit den »Ur«einwohnern des Landes lebte. So hieß diese »Stadt« auch nicht etwa »Rom«, sondern war bis weit über das erste christliche Jahrtausend hinaus der etwa zehn Hektar kleine, unscheinbare Ort Palatium11, der aus Rundhütten bestand12 und erst später - aufgrund der viereckigen Form des palatinischen Hügels - auch Roma quadrata genannt wurde.
Das eigentliche »Römische Reich« (das sich später den Zusatz »Heiliges ... Deutscher Nation« zulegte) wird heute, völlig zu Unrecht, wie ich meine, als erobertes Land dargestellt, während dem italienischen »Rom« alles zugeordnet wird, was irgendwie mit »Römern« zusammenhängt. Dazu gehört auch das Märchen vom »weltumspannenden« Riesenreich, das - angefangen mit Caesar - von ebendiesem »Rom« errichtet bzw. erobert worden sein soll. Hier wird mit einiger Wahrscheinlichkeit so ungefähr alles durcheinander geworfen, was man durcheinander werfen kann. Vermutlich sollte mit dieser Geschichtsklitterung, die den durchdringenden Geruch christlicher Fälscher ausstrahlt, die spätere Papst-Metropole kräftig aufgewertet werden. Und das hat ja auch recht gut funktioniert. Fast alle glauben es bis heute.
Das eigentliche »Römische Reich« war wohl ein keltogermanisches Reich. So müsste dieses Staatsgebilde eigentlich genannt werden, denn die Einwohner waren Kelten (ja, ich weiß: auch Iberer, Germanen, Helvetier, Gallier usw. usw. Das sind jedoch nur Details). Dieses kontinuierlich entstandene, riesige Reich bestand aus vielen kleinen Einzelkolonien und Einzelstämmen. Es heißt, dass die Kelten (Germanen ...) angeblich nicht dazu »in der Lage gewesen seien«, ein »Keltisches Reich« zu errichten, in dem sich die einzelnen Volksgruppen zu einem Staat zusammenschließen konnten (sie sollen zu zerstritten gewesen und laufend in irgendwelche blutigen Kämpfe verwickelt gewesen sein). War das wirklich so? Hier wird oft verglichen mit den Volksgruppen Griechenlands, die sich bis zu Alexander dem Großen auch nicht zu einem griechischen Reich zusammenschließen wollten, sondern jede für sich lebten.
Und diese Dezentralisation und Zerstrittenheit der einzelnen Stämme hätten es, nach der konventionellen Geschichtsschreibung zufolge, den »Römern« ermöglicht, das ganze Land zu erobern und zu unterjochen. Heißt es.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass die Wirklichkeit ein wenig anders ausgesehen haben muss:
Sicher nannten die Kelten ihr Reich nicht »Keltisches Reich«, jedoch war es offensichtlich durchaus ein Zusammenschluss der einzelnen Volksstämme unter der Führung (Oberhaupt/Repräsentant) eines Kaisers (Cäsar/Augustus13), der von den einzelnen Stammesfürsten bzw. u. U. auch von Heeresteilen gewählt wurde (erst viel später wurde der Kaisertitel, wie ein Stammesfürstentitel, weitervererbt).
Dieses Reich war nicht von Anfang an da, das ist klar. Es entwickelte sich genauso kontinuierlich wie die gesamte keltische Kultur zu einer hoch entwickelten Ritterkultur, und das innerhalb von nur etwa zweihundert Jahren.
Es handelte sich flächenmäßig um ein recht großes Reich, das natürlich irgendwie verwaltet werden musste. Auch gegen Angreifer von außen oder von innen musste ein überregionaler Schutz, eine Art Polizeieinheit und Eingreiftruppe, geschaffen werden. Diese überregionale Streitmacht, die dem Cäsar-Kaiser unterstellt war, waren die »Römer«, nicht als Volksgruppe, sondern als Berufsstand14. Als solches hatten sie die Funktionen von
· Soldaten,
· Zolldienst,
· Grenzschutz und
· Polizei15.
Diese Armee bestand aus (mehr oder weniger) freiwilligen Angehörigen aller zu beschützenden (oder zu kontrollierenden) keltogermanischen Stämmen, genau wie unsere heutige Bundeswehr. Auch die »römischen« Befehlshaber entstammten diesen Volksgruppen und nicht etwa irgendwelchen italischen (oder etruskischen) Völkern.
Dieses zunächst namenlose Reich wurde erst später das »römische« genannt - aufgrund der Bezeichnung ihrer Soldaten und der vielen Ortschaften, die sich um die »Roms«, die Militärstützpunkte, gebildet hatten (Kasernen bzw. Kastelle mit der Bezeichnung »Rom«: beispielsweise [heute] Trier, Landsberg/Lech, Aachen, Mainz, Bamberg usw. usw.). Mit seiner Erstarkung wurden natürlich auch militärische »Befriedungsaktionen« in die Nachbarschaft durchgeführt. Eine dieser Eroberungsaktionen gipfelte offenbar in der Eroberung und Besetzung Italiens, das damit dem »Römischen Reich« einverleibt wurde.
In dieser Richtung muss die Ausdehnung des »Römischen Reiches« erfolgt sein, und nicht umgekehrt! Dann ist auch die zahlenmäßig benötigte militärische Stärke der Legionen erklärbar, die zu einer Eroberung von Italien benötigt wurde. Dagegen konnte diese Menge an Soldaten bei einer Eroberung von Gallien/Germanien von einem italischen Rom niemals aufgebracht werden (auch wenn es nach herkömmlicher Geschichtsschreibung so gewesen sein soll).
Und diese Aktionen werden bezeichnenderweise von unseren Historikern sogar aufgeführt - jedoch als »keltische« oder ähnliche Überfälle auf »Rom« tituliert. Nein, es waren »römische« (also keltogermanische) Legionäre, die dieses Land eroberten und dabei auch die Ortschaft Palatium angriffen. Man muss nur die Geschichtsbücher etwas genauer durchlesen: An vielen Stellen blinzeln derartige Details durch den Wust des immer wieder kommentarlos voneinander abgeschriebenen, fehlerhaften Geschichtsbildes hindurch.
Die »blutigen Schlachten« zwischen »Römern« und Germanen/Kelten/o.ä. - so sie überhaupt stattgefunden haben16 - können demgemäß keine Eroberungsschlachten gewesen sein. Wenn sie - in kleinerem Rahmen - überhaupt stattgefunden haben, handelte es sich hier wohl um die regionale Niederwerfung Aufständischer in Form eines Bürgerkrieges, wie es etwa heute im ehemaligen Jugoslawien täglicher, blutiger Alltag ist, oder wie der (bisher) 25-jährige Bürgerkrieg in Irland. Diese Aktionen sind nicht zu verwechseln mit den späteren, wirklich blutigen Unterwerfungs- und Ausrottungsschlachten zum Zwecke der Zwangseinführung christlicher Nächstenliebe!
Als bequeme Geldeinnahmequelle (für die Betroffenen natürlich nicht) - oder, vornehmer ausgedrückt: Zoll - errichtete man quer durch das Land eine Zollgrenze, genannt Limes, und bemannte diese Grenze mit dem Bundesgrenzschutz (so würde man heute sagen). Denn eine Demarkationslinie, so wie es oftmals noch heute in den Geschichtsbüchern steht, war der Limes nie. Welchen Sinn soll wohl eine Grenze durch ein Land haben, in dem auf beiden Seiten dieselben Leute leben, außer handfesten finanziellen Gründen? (Ach so, das hatten wir doch bis vor kurzem noch in Deutschland ...!)
Noch einmal zu den Namensgleichheiten oder -ähnlichkeiten: Ich bin davon überzeugt, dass viele der Benennungen und Bezeichnungen erst in unserer heutigen Zeit (etwa im Laufe des letzten Jahrhunderts) vorgenommen wurden. Vielleicht stammen sie auch aus der Zeit der mittelalterlichen großen Geschichtsfälschungsaktionen der römisch-katholischen Kirche, die seinerzeit eine kirchengenehme allgemeine Geschichts-Verschlimmbesserung mit Konzentrierung auf die päpstliche Residenz durchgeführt hatte, die in tausenden von gefälschten Urkunden, Berichten und Beschreibungen gipfelte, in denen ganze Völker, Kaiser, Könige, Kriege und Zeiten erfunden wurden. Durch diese Radikalkur wurden nicht nur Unmengen von sorgfältig (und sorglos!) produzierten Falsifikaten erzeugt, sondern auch vorhandene echte Urkunden, Berichte und Beschreibungen vernichtet bzw. durch Fälschungen ersetzt. Offiziell heißt es dann: das Original ist leider verschollen, aber es existieren noch Abschriften davon. Merkwürdigerweise sind diese Abschriften wiederum untereinander nicht etwa identisch, denn sie unterscheiden sich im Datum, in den Namen der Beteiligten, in Örtlichkeiten usw. Oftmals ist ein Name auch direkt ausgespart worden, um später irgendeinen einsetzen zu können. Da fragt man sich unwillkürlich, wie einfältig die gelehrten Schreiber seinerzeit wohl gewesen sein müssen, wenn sie noch nicht einmal ein Dokument fehlerlos abschreiben konnten? Nein, sie waren nicht einfältig! Es handelte sich um gezielte, befohlene Fälschungsaktionen, sonst wären auch andere Verschreibungen vorgekommen, nicht nur immer wieder bei Daten und Personen17. Über die Hintergründe kann heute jedoch bestenfalls nur spekuliert werden.
Mit diesem Beitrag wollte ich zum Nachdenken anregen, nicht alles kommentarlos hinzunehmen, was uns als »gesichert« präsentiert wird. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dies nur meine derzeitige Arbeitshypothese ist, und dass ich für alternative Szenarien offen bin. Ausdrücklich heiße ich zukünftige Mitdenker willkommen!
Könnte es nicht folgendermaßen gewesen sein:
1) Das Durcheinander zum »Römischen Reich« in den Geschichtsbüchern löst sich auf, wenn wir unvoreingenommen und logisch die einzelnen Fakten anschauen: das »Römische Reich« hat sich offensichtlich auf gallisch/germanischem Gebiet entwickelt und dann von hier aus ausgedehnt. Die archäologische Situation bestätigt dies (die gefälschten »Überlieferungen« nicht).
2) Die Bezeichnung »Römer« ist ursprünglich offenbar nicht etwa von irgendeinem »römischen« Volk abgeleitet, sondern war eine reine Berufsbezeichnung, die zu späterer Zeit auf eine ganze »Volksgruppe«, und noch später auf ein ganzes erfundenes Volk ausgedehnt wurde.
Anmerkungen
(1) vgl. Gernot L. Geise „Römerstraßen: römisch oder keltisch?“, in: EFODON-SYNESIS Nr. 5/1994.
(2) Dr. Karl Ploetz „Auszug aus der Geschichte“, Bielefeld 1951, S. 161.
(3) Winni Marold „Das lateinische Mirakel. Wurzelprobleme der Romanistik“, in: Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart Nr. 2/1993.
(4) Horst Friedrich „Des »romanischen Rätsels« Lösung“, in: EFODON-SYNESIS Nr. 2/1994.
(5) Heribert Illig „Karl der Fiktive, genannt Karl der Große. Als Herrscher zu groß, als Realität zu klein“, Gräfelfing 1992.
(6) Auf Lateinisch heißt „Romanus“ = römisch [Helmut Werner (Hrsg.) „Lexikon der Lateinischen Sprache“, Eltville am Rhein 1989]. Das ist keine Worterklärung. Auf Mittelhochdeutsch heißt „rœmisch“ = römisch (Matthias Lexers „Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch“, Stuttgart 1986). Auch das ist keine Worterklärung. Es sind nur die jeweiligen Übersetzungen. Wenn man davon ausgeht, dass der Name „Rom“ nicht griechischen Ursprungs sei, hätte diese Stadt einen Namen, der keinen Sinn ergibt.
(7) Gemoll „Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch“, München 1954.
(8) vgl. Riemer/Geise „Wer waren die Römer“, in: EFODON NEWS Nr. 12/1992.
(9) Die „Überlieferung“, wonach „Rom“ im Jahre -753 gegründet worden sein soll, ist eine rein mythische Darstellung, die nirgends belegt ist. Sie widerspricht außerdem allen archäologischen Fakten.
(10) vgl. z. B.: Heribert Illig: „Verliert Italien sogar drei »dark ages«?“, in: Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart Nr. 3/1994.
(11) oder Pallantion, Palatinus, Palatio, Palatin usw. Es gibt hier jede Menge verschiedener Schreibweisen.
(12) Dr. Karl Ploetz „Auszug aus der Geschichte“, Bielefeld 1951, S. 161.
(13) Zu jener Zeit, als Trier Kaiserresidenz war, stand an der Spitze des Staates ein Augustus als „Oberkaiser“, ihm war als Gehilfe und Thronfolger ein Cäsar beigeordnet (Joachim von Elbe „Die Römer in Deutschland“, München 1984, S. 305).
(14) Wie auch aus der ursprünglichen „Berufsbezeichnung“ Germanen (Ger-manen) später eine Volksbezeichnung wurde.
(15) Die Benefiziarier (beneficiarii consularis) beispielsweise erfüllten straßenpolizeiliche Aufgaben und waren dem Provinzstatthalter (consularis) von Obergermanien unmittelbar unterstellte Legionäre der VIII. Legion Augusta aus Straßburg und der XXII. Legion Primigenia pia fidelis aus Mainz (Elbe, S. 224).
(16) Nicht umsonst streitet man sich auch heute noch über beispielsweise die „Varusschlacht im Teutoburger Wald“, deren angeblicher Schauplatz einfach nicht eindeutig lokalisiert werden kann, weil archäologisch kein Schlachtfeld nachweisbar ist ... (vgl. Gerhard Tiggelkamp: „Ist Kalkriese der Ort der Varus-Schlacht?“, EFODON-DOKUMENTATION DO-1).
(17) vgl. beispielsweise Wilhelm Kammeier „Die Fälschung der deutschen Geschichte“, Band I, Viöl 1993.
Bildquelle
Abbildungen aus: Bär/Quensel (Hrsg.) „Bildersaal Deutscher Geschichte“, Stuttgart/Berlin/Leipzig 1840.
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