In der Nacht zum Freitag haben die strategischen Raketentruppen eine interkontinentale ballistische Rakete des Typs Topol erfolgreich gestartet. Quelle: de.rian.ru
Ein Grund für den Test kann die Verlängerung der Dienstzeit der Raketen dieser Klasse um sieben Jahre sein. Vermutet wird aber auch die Entwicklung einer neuen und effektiveren Raketenstufe, mit der die Rakete den Raketenschild überwinden kann, schreibt die Zeitung „Moskowskije Nowosti“ am Samstag.
„Die Berichte über den Topol-Teststart wirken eher wie die Nachricht über den Test einer gewissen neuen ballistischen Rakete“, deren Test zunächst am 27. September 2011 misslungen war, so das Blatt. Der neuerliche Versuch am 23. Mai 2012 sei dagegen erfolgreich gewesen. „Laut einer weiteren Version handelt es sich allerdings nicht um eine neue Rakete, sondern um eine Rakete des Typs RS24 Jars.“ Dabei seien entweder die erste Raketenstufe bzw. ein neuer Treibstoff getestet worden.
Nach Angaben des Blattes hatte eine große Delegation von Mitarbeitern des Moskauer Instituts für Wärmetechnik dem Raketentest beigewohnt – in diesem Institut wurden die Raketen des Typs Topol, Topol-M und Bulawa entwickelt.
„Höchstwahrscheinlich wurde nicht die Rakete an sich, sondern ein neuer Teil erprobt“, zitiert die Zeitung einen Experten der Militärindustrie. „Wahrscheinlich handelt es sich um die erste Stufe, die gerade bei der Überwindung des Raketenabwehrsystems eine große Rolle spielt, vielleicht auch um einen neuen Treibstoff. Davon zeugt die Präsenz einer großen Delegation von Konstrukteuren und Vertretern der Produktion.“
Indirekt wurde diese Version von einem Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigt. Für die Nachrichtenagenturen erklärte er, dass beim Test „Informationen über verschiedene Parameter gewonnen wurden, die anschließend bei der Entwicklung effektiver Mittel zur Überwindung des Raketenschilds gebraucht werden können.“
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