Donnerstag, 3. Mai 2012

Anwälte bestreiten Deal in Prozess von Schwiegersohn von Juan Carlos

Anwälte bestreiten Deal in Prozess von Schwiegersohn von Juan Carlos:

Ehemann von Infantin Cristina soll Geld veruntreut haben
Madrid, 2. Mai (AFP) – Im Korruptions-Verfahren gegen den spanischen Königs-Schwiegersohn Iñaki Urdangarín haben dessen Anwälte einen Deal mit der Staatsanwaltschaft bestritten. Berichte um eine derartige Absprache seien falsch, erklärte Anwalt Pascual Vives am Mittwoch vor Journalisten. “Wir haben weder formell noch informell Kontakt mit dem Staatsanwalt wegen einer möglichen Vereinbarung oder eines Deals gehabt.” Spanische Zeitungen hatten dagegen berichtet, dass sich Urdangarín und ein Ex-Geschäftspartner schuldig bekennen und eine Strafe zahlen wollen, wenn ihnen eine Haftstrafe erspart bleibt.
Urdangarín steht im Verdacht, als Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung Instituto Noos gemeinsam mit seinem Ex-Geschäftspartner Finanzmittel der Regionalregierungen auf den Balearen und in Valencia in Millionenhöhe veruntreut zu haben. Die beiden sollen unter anderem Phantasie-Summen für Dienste berechnet haben, die in keinem Verhältnis zu den erbrachten Leistungen standen. Der Schwiegersohn von König Juan Carlos, der mit Infantin Cristina verheiratet ist, bestreitet die Vorwürfe.
Das Verfahren ist nur einer von mehreren Vorfällen im spanischen Königshaus in den vergangenen Monaten. Besonders umstritten ist derzeit eine Elefantenjagd in Botsuana, an der Juan Carlos teilnahm, während seine Landsleute unter der Wirtschaftskrise leiden. Der teure Trip kam nur an die Öffentlichkeit, weil sich der 74-jährige Monarch dabei die Hüfte brach und ins Krankenhaus musste.
jes/ju

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