Dienstag, 14. Mai 2013

War wohl zu dicht an der Wahrheit | Maria Lourdes Blog

In einer Diskussion zu einem Artikel der staatlichen deutschen Märchenschau zu den jüngsten Gesprächen zwischen David Cameron und Barack Obama, in denen die Unterstützung der Staaten USA und UK für eine Konferenz mit der Zielsetzung einer politischen Lösung des Konfliktes in Syrien zum Ausdruck gebracht wurde, wurde gestern von einigen der üblichen Kommentatoren mit der üblichen Penetranz und abwertenden Wortwahl mal wieder aus Gründen der Menschenrechte eine Absetzung der syrischen Staatsführung mit Gewalt gefordert und der Begriff modernes Völkerrecht im Sinne einer diesbezüglichen Argumentation missbraucht.

Einem Kommentator “jinhaeng” fiel das auf und er gab dazu folgenden Kommentar ab:
Ich muss mich im voraus schon einmal entschuldigen,empfinde aber manche Kommentatoren hier als Kriegsg..l und Herzlos.
Statt Friedensverhandlungen überhaupt eine Chance zu geben wird für einen dringenden Militäreinsatz geworben. Ich finde es traurig nichts aus den Einsätzen in Afgh. Irak und Libyien gelernt zu haben.

Ein Parteibuch-Leser antwortete darauf wie folgt:
“… empfinde aber manche Kommentatoren hier als Kriegsg..l und Herzlos. Statt Friedensverhandlungen überhaupt eine Chance zu geben wird für einen dringenden Militäreinsatz geworben.”

Mir erscheint das so, als stünden hinter dem Verlangen nach mehr gewalttätiger ausländischer Einmischung ganz andere Motive im Vordergrund als die augenscheinlich menschenrechtlich motiviert dargelegten Argumente, beispielsweise ein großer Wunsch, Assad loszuwerden und dadurch die Achse Iran-Syrien-Hisbollah zu sprengen, um so mehr Sicherheit für Israel zu erzielen. Fans von Israel sind bekanntlich auch sehr stark in sozialer Medienarbeit. Die systematische Verklärung von mittelalterlichem Faustrecht zu modernem Völkerrecht erinnert mich an Positionen der israelischen Regierung bezüglich Gewalt gegen Nachbarstaaten. Die stete Wiederholung immer gleicher Absurditäten lässt mich glauben, dass es dabei nicht um Dialog, sondern um Propaganda geht. Ich empfinde das jedoch eher als Negativwerbung für Israel.

Diese Antwort an “jinhaeng” wurde von der Zensurabteilung der Tagesschau-Schreibtischtäter unterdrückt und nicht freigeschaltet. Das war wohl mal wieder zu dicht an der Wahrheit. Obwohl Obama den Krieg gegen Syrien längst verloren gegeben hat, wütet die Hasbara, ihre Zensoren und Trolle, bei der Tagesschau immer noch weiter.

Quelle: noch ein Parteibuch - War wohl zu dicht an der Wahrheit

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