Mittwoch, 3. Oktober 2012

Peer Steinbrück ist Rekordhalter in Sachen Nebenverdienst

Peer Steinbrück ist Rekordhalter in Sachen Nebenverdienst:
Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gerät erneut in die Kritik wegen seiner persönlichen Kontakte zu Firmen, mit denen er auch als Minister zu tun hatte. Quelle: handelsblatt.com
Im vergangenen Jahr hielt er einen bezahlten Vortrag bei einer Anwaltskanzlei, die 2008 und 2009 im Auftrag des von ihm geführten Bundesfinanzministeriums zwei Gesetze und eine Verordnung erarbeitet hatte.
Der Linksparteivorsitzende Bernd Riexinger warf Steinbrück daraufhin die Verquickung von beruflichen und privaten Interessen vor. “Jetzt ist wirklich eine rote Linie überschritten”, sagte Riexinger dem “Kölner Stadt-Anzeiger” zu der auf Steinbrücks Abgeordneten-Homepage veröffentlichten Information, der zufolge der Ex-Finanzminister 2011 einen Vortrag bei der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer gehalten und dafür mindestens 7.000 Euro erhalten hat. Die Frankfurter Kanzlei Freshfields hat unter anderem den Entwurf für das Finanzmarktstabilisierungsgesetz maßgeblich formuliert, das in der Amtszeit Steinbrücks beschlossen wurde.
Seine Reden, Bücher und Aufsichtsratsmandate machen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zum Rekordhalter in Sachen Nebenverdienst. Die Details erklärt er zur Privatsache – und liefert den Gegnern so Wahlkampfmunition.
“Es hat mehr als ein Geschmäckle, wenn man als Minister eine Lobbykanzlei ein milliardenschweres Bankenrettungsgesetz schreiben lässt und danach bei derselben Kanzlei für ein Fantasiehonorar als Referent auftritt”, sagte Riexinger. “Da verwischen die Grenzen zwischen Staat und Banken auf gefährliche Weise.”
Steinbrück hatte bereits bedauert, dass er 2006 in seiner Zeit als Bundesfinanzminister bei bundeseigenen Firmen um Millionenspenden für ein privates Schachturnier geworben hatte.

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