Montag, 8. Oktober 2012

GEZ will Bürger künftig noch stärker ausforschen

GEZ will Bürger künftig noch stärker ausforschen:
Wer glaubt, mit der Haushaltsabgabe habe sich die GEZ erledigt, der irrt. Die GEZ stellt Hunderte neuer Leute ein – und wird künftig noch tiefer in die Privatsphäre der Bürger eindringen. Von Benedikt Fuest
Wer seine Wohnung oder sein Büro auflösen möchte, muss jede Menge Papierkram erledigen: Ein Besuch beim Meldeamt steht an, die Verträge mit Telekommunikations- und Stromanbieter müssen aufgekündigt werden. Und dann ist da noch die Abmeldung bei der Gebühreneinzugszentrale des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, kurz GEZ. Das ist die vielleicht größte Herausforderung von allen.
“Wir melden zum 1. September 2012 alle hier vorhandenen Geräte ab und kündigen zum o.a. Zeitpunkt jegliche Verpflichtung”, schrieb vor geraumer Zeit der Düsseldorfer Journalist Eberhard Liliensiek der GEZ und sah die Sache damit als erledigt an.

GEZ versucht, Kündigungen zu verhindern

Die Rundfunkgebührenzahlung aber lässt sich nicht ohne Weiteres aufkündigen, denn die GEZ ist misstrauisch: Die Kölner Gebühreneinzieher vermuten erst einmal, dass der einstige Zahler sie um den Rundfunkobulus betrügen will: “Wir haben die Abmeldung zunächst nicht durchgeführt, da aus dem Schreiben nicht zweifelsfrei hervorgeht, dass die Geräte tatsächlich nicht mehr vorhanden sind. Die bloße Erklärung, dass es die Geräte nicht mehr gibt, reicht für eine Abmeldung nicht aus”, antworten sie Liliensiek auf sein Kündigungsschreiben.
“Teilen Sie uns bitte Tatsachen mit, die belegen, dass die Geräte nicht mehr vorhanden sind.” Liliensiek hatte sein Presse-Büro bereits aufgelöst, seinen alten Büro-Fernseher längst beim Recyclinghof abgegeben. Nun überlegt er, das Gerät zurückzuholen und bei der GEZ in Köln-Bocklemünd abzugeben.

GEZ verschanzt hinter Stacheldraht - hier weiterlesen

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