Dienstag, 2. Oktober 2012

Der Tod von Irene N. im Jobcenter Neuss war (auch) ein Unfall

Der Tod von Irene N. im Jobcenter Neuss war (auch) ein Unfall: Für die beschränkte Sicht der Ermittler war es Mord, der Fall so gut wie erledigt. Bereits in der Pressekonferenz am vergangenen Freitag wurde die Sicht der Ermittler deutlich. Sie ist nicht falsch, sie erfolgt einfach zwingend aus den Spielregeln der klassischen Kriminologie. Es wird nach Schuld gesucht. Was gesucht wird, wird gefunden. Danach hat der 52-jährige Täter aus einem "nichtigen nicht nachvollziehbaren Grund", nämlich weil er sich um die Verwendung seiner Daten sorgte (wie er sagt…), die Jobcenter-Mitarbeiterin getötet. Zurechnungsfähig war er aus Sicht des Leiters der Mordkommission, weil er zwar etwas schlicht, aber zeitlich und räumlich orientiert sei. Für weitere Fragen sind dann Psychologen zuständig. Fertig.

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