Mit mehreren Projekten versuchte Wikipedia, neue Autoren zu gewinnen. Bis Sommer 2012 sollte 5.000 neue Enzyklopädisten dazu kommen – stattdessen gingen 5.000. Von Torsten Kleinz erschienen bei taz.de
Über ein Jahrzehnt war die Online-Enzyklopädie Wikipedia vom Erfolg verwöhnt. Das Projekt, das sich fast ganz auf Freiwilligen-Arbeit stützt, war über die Jahre zum Selbstläufer geworden. 1,4 Millionen Artikel hat alleine die deutsche Wikipedia, insgesamt sind es über 22 Millionen in mehr als 250 Sprachen. Doch während die Popularität bei den Lesern immer weiter wächst, sinkt die Zahl der Autoren.
In dem jüngst vorgelegten Jahresbericht hat die Wikimedia Foundation – die US-Stiftung, die die Online-Enzyklopädie und ihre Schwesterprojekte betreibt – Bilanz gezogen. Hatte Geschäftsführerin Sue Gardner im vergangenen Geschäftsjahr noch einen Anstieg der Autorenzahlen zur ersten Priorität erklärt, muss sie nun einräumen, dass sie das Ziel weit verfehlt hat.
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