Das blutige Geiseldrama von Karlsruhe ist eskaliert: Trotz des Einsatzes von Spezialkräften der Polizei gab es mehrere Tote, der Polizei zufolge fünf.
Polizeisprecher Fritz Bachholz sagte t-online.de, einer der Toten sei der Geiselnehmer, der sich offenbar selbst erschossen habe. Seine mutmaßlichen Opfer seien ein Gerichtsvollzieher, ein Schlosser, ein weiterer Begleiter sowie eine Frau. Sie sei möglicherweise die frühere Mieterin oder auch Eigentümerin der Wohnung, so Bachholz. Bei dem Täter könne es sich um ihren Lebensgefährten handeln. Der Begleiter von Gerichtsvollzieher und Schlosser sei mutmaßlich der neue Mieter oder Eigentümer der Wohnung gewesen.
SEK versuchte Notzufgriff – zu spät
Der war demnach am Morgen gegen 9 Uhr mit dem Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes sowie dem Gerichtsvollzieher der Wohnanlage zu der Wohnung in der Karlsruher Nordstadt gekommen. Darauf habe der mutmaßliche Täter unter noch ungeklärten Umständen alle Anwesenden als Geisel genommen. Gegen 9 Uhr, so der Sprecher seien Schüsse zu hören gewesen und die Polizei habe die Nachricht von Verletzten und einer Geiselnahme erhalten. Deshalb sei sofort das SEK (Spezialeinsatzkommando) Baden-Württemberg angerückt. Der Polizei gelang es offenbar bis zuletzt nicht, Kontakt zu dem Geiselnehmer aufzunehmen. Gegen 12:15 sei Brandgeruch aus der Wohnung gedrungen. Deshalb hätten sich die Beamten zu einem Notzugriff entschlossen, in der Wohnung aber nur noch die fünf Toten gefunden.
Täter soll ein Jäger gewesen sein
Offenbar war für heute eine Zwangsräumung der Wohnung des mutmaßlichen Täters und seiner möglichen Lebensgefährtin geplant. Der Mann sei Jäger und besitze mehrere Waffen, hieß es. Den Angaben zufolge waren insgesamt 200 Polizisten vor Ort im Einsatz, davon auch je 40 Beamte von SEK (Spezialeinsatzkommando) und MEK (Mobiles Einsatzkommando). Quelle: t-online.de
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