Dienstag, 3. Juli 2012

Zeitung: Blackbox und Instrumente der “Costa Concordia” waren defekt

Zeitung: Blackbox und Instrumente der “Costa Concordia” waren defekt:

Sicherheitstüren sollen geöffnet gewesen sein
Rom, 3. Juli – An Bord des havarierten Kreuzfahrtschiffs “Costa Concordia” waren einem Zeitungsbericht zufolge sowohl die Blackbox als auch mehrere Navigationsinstrumente defekt. Außerdem hätten Sicherheitstüren, die eigentlich geschlossen sein müssen, offen gestanden, berichtete am Dienstag die italienische Zeitung “Corriere della Sera”. Die Blackbox sei bereits seit dem 9. Januar und damit vier Tage vor dem Unglück mit 32 Todesopfern defekt gewesen. Deshalb könnten die Ermittler das genaue Geschehen in der Unglücksnacht nicht komplett nachvollziehen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Ermittler.
Die Zeitung verwies auf die international geltenden Schifffahrtsregeln, wonach Schiffe nur mit komplett funktionierenden Geräten fahren dürfen. Neben der Blackbox seien mehrere Instrumente defekt gewesen, es habe zudem keine offiziell genehmigten Karten an Bord gegeben. Zu den offenen Sicherheitstüren zitierte “Corriere della Sera” aus den Ermittlungsakten die Aussage eines Schiffsoffiziers, wonach dies “allgemeine Praxis war, um dem Personal die Wege an Bord zu erleichtern”.
Die “Costa Concordia” war am 13. Januar vor der Insel Giglio im Westen Italiens auf Grund gelaufen, leck geschlagen und gekentert. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben. Grund für das Unglück war vermutlich ein Fehler des Kapitäns, der zu nah an die Insel herangefahren war.
AFP

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