Donnerstag, 5. Juli 2012

Wikileaks meldet sich mit neuen Enthüllungen über Syrien zurück

Wikileaks meldet sich mit neuen Enthüllungen über Syrien zurück:

Sprecherin: Veröffentlichung von E-Mails syrischer Machthaber
London, 5. Juli – Die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks hat mit einer neuen Veröffentlichung auf sich aufmerksam gemacht. Wikileaks machte am Donnerstag die ersten von mehr als zwei Millionen E-Mails syrischer Politiker und anderer Persönlichkeiten sowie von Ministerien und Unternehmen des Landes öffentlich, wie Wikileaks-Sprecherin Sarah Harrison bei einer Pressekonferenz in London sagte. Die Korrespondenzen stammten aus den Jahren 2006 bis 2012.
Die E-Mails seien “verfänglich für Syrien, aber ebenso verfänglich für die Oppositionellen außerhalb Syriens”, erklärte Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange, der sich Mitte Juni vor einer drohenden Auslieferung an Schweden in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet hatte. Genauere Angaben zum Inhalt der E-Mails machten der 41-Jährige und Sprecherin Harrison nicht.
Mitte März hatte die britische Zeitung “The Guardian” E-Mails veröffentlicht, die von den privaten Accounts des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und dessen Frau Asma stammen sollten. Die E-Mails zeigen demnach, dass sich die syrische Regierung bei der Niederschlagung der seit mehr als einem Jahr andauernden Proteste im Land offenbar mehrfach vom Iran beraten ließ. Weitere Mails belegten demnach den ausschweifenden Lebensstil des Präsidentenpaars.
Assange hält sich derzeit in der ecuadorianischen Botschaft in London auf, wo er politisches Asyl beantragte. Er soll von Großbritannien an Schweden ausgeliefert werden, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden. Assange fürchtet aber, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen brisanter Enthüllungen durch sein Internetportal Wikileaks verfolgt zu werden.
AFP

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