
1945 Lost German Girl
Dr. med. Arnold Niedenzu, Facharzt für Chirurgie, aus Rössel: „Ich
glaube auch, daß nur ganz wenige Russen diese furchtbaren Verbrechen
nicht mitgemacht haben."
„Während des Russeneinfalls inglaube auch, daß nur ganz wenige Russen diese furchtbaren Verbrechen
nicht mitgemacht haben."
Ostpreußen war ich als leitender Arzt des St. Josefskrankenhauses in
Rössel dort geblieben. Erst nach Ablösung durch einen polnischen Arzt
habe ich am 12.12.1945 Ostpreußen verlassen. Quelle: deutscherosten.de
Rössel
und Umgebung war infolge völligen Versagens der zuständigen deutschen
Stellen nicht evakuiert worden. Nur wenige Einwohner haben sich noch
rechtzeitig vor den Russen in Sicherheit bringen können. Die Stadt wurde
nach ganz unbedeutender Gegenwehr am 28.1.1945 nachmittags besetzt.
Sofort kam es zu ausgedehnten Plünderungen, Brandstiftungen,
Gewalttätigkeiten und Vergewaltigungen, Mord und Totschlag. Schon in
den ersten Tagen sind in Rössel 60 Personen erschlagen oder erschossen
worden.
Es handelte sich um Frauen, die sich nicht vergewaltigen
lassen wollten, Männer, die sich schützend vor ihre Frauen und Kinder
stellten, Leute, die nicht rasch genug mit ihren Uhren oder
Schnapsflaschen herausrückten. In vielen Fällen war überhaupt ein Motiv
nicht ersichtlich. So wurden im Kath. Hospital drei Männer und fünf
Frauen erschossen, in der Stadt eine Lehrerwitwe mit vier Kindern. Diese
ersten Opfer konnten erst nach einer Woche in einem Massengrab
beigesetzt werden.
In der Umgebung wurden vorwiegend größere
Bauern und Gutsbesitzer erschossen. In einem der benachbarten Dörfer,
Plössen, ist die Hälfte der Einwohner umgebracht worden, in dem Dorf
Trautenau (Kreis Heilsberg) mehr als die Hälfte. Auffallend hoch ist
auch die Zahl der erschossenen Geistlichen: Pfarrer
Lindenblatt/Rastenburg, Zagermann/Glockstein (von zwei Russen durch
Kopfschuß tödlich versetzt), Ludwig/Santoppen, erschossen von demselben
russischen Offizier, den er noch abends zuvor bewirtet hatte.
Marquwardt/Plausen zwischen zwei Schwestern erschossen; die Schwestern
fielen ohnmächtig um und entgingen wohl nur so dem gleichen Schicksal.
Schon
nach den ersten Tagen wurde zu uns ins Krankenhaus eine Wöchnerin mit
sehr schwerem Lungenschuß eingeliefert. Als ein Russe sie vergewaltigen
wollte, machte sie ihm klar, daß sie dicht vor der Niederkunft stünde.
Daraufhin trat ihr der Russe auf den Bauch und schoß auf sie; das Kind
wurde vorzeitig geboren, die Mutter kam in fast hoffnungslosem Zustand
ins Krankenhaus, ist aber nach Monaten geheilt.
Die
Vergewaltigungen nahmen ein unvorstellbares Ausmaß an. Nach meinen
Erfahrungen darf ich behaupten, daß von den Frauen und Mädchen zwischen
50 und 15 Jahren nur 10% verschont geblieben sind. Der Russe machte vor
nichts halt: Greisinnen (bis 80 Jahre), Kinder (bis 10 Jahre abwärts),
Hochschwangere und Wöchnerinnen. Die Vergewaltigungen gingen unter den
widerlichsten Umständen vor sich. Die Russen überfielen häufig schon
tags die Frauen, vorwiegend aber nachts drangen sie durch die
zerbrochenen Fenster oder durch die eingeschlagenen Türen, ja durch das
abgedeckte Dach in die Häuser und stürzten sich auf die unglücklichen
Frauen und Mädchen. Meist mit vorgehaltener Waffe. Häufig hielten sie
die Pistolenmündung direkt in den Mund des unglücklichen Opfers. Häufig
war es so (man sträubt sich, es zu schreiben), daß das weibliche Wesen
von mehreren festgehalten wurde, während sich die Wüstlinge nacheinander
bei der Vergewaltigung ablösten. So manche Frau ist anschließend
erschossen worden (z.B. eine mir sehr gut bekannte Frau K.), eine andere
(Frau D.) ist anschließend erschossen und dann noch mit dem Auto
überfahren worden. Häufig wurden die Frauen bei der Vergewaltigung noch
in übelster Weise geschlagen, gestochen oder sonst mißhandelt.
Ich
glaube auch, daß nur ganz wenige Russen diese furchtbaren Verbrechen
nicht mitgemacht haben. Es bestand da kaum ein Unterschied zwischen
Offizier und gewöhnlichem Soldaten. Als ein 10jähriges Kind mit
schweren Zerreißungen nach Vergewaltigung ins Krankenhaus gebracht
wurde, wandte ich mich an den polnischen Dolmetscher bei der GPU, ob es
denn gar keine Möglichkeit gäbe, diesem entsetzlichen Treiben Einhalt zu
gebieten. Daraufhin sagte er mir: „Anfangs war es erlaubt, da ist es
natürlich schwer, es jetzt zu verbieten."
Nur in ganz seltenen
Fällen gelang es, die Missetäter der Kommandantur zu übergeben. Sie
wurden dann auf ein paar Stunden eingesperrt, womit der Fall für die
russische Kommandantur erledigt war. Davon, daß einmal auch ein Mörder
zur Verantwortung gezogen worden ist, weiß ich nichts. Die Verheerungen
auf körperlichem und sittlichem Gebiet waren furchtbar.
Geschlechtskrankheiten,
häufig schon bei Minderjährigen, waren außerordentlich verbreitet.
Mittel zu ihrer Bekämpfung standen unzureichend zur Verfügung. Die
Rösseler Apotheke war durch die Russen vollkommen ausgeräumt worden, im
Krankenhaus waren nur geringe Vorräte. Im Krankenhaus Bischofstein
waren die meisten Medikamente, wie auch Instrumente geraubt worden.
Häufig wurde der Tripper zu Hause von der ahnungslosen Mutter auf die
kleinen Kinder übertragen. Im Krankenhaus wurden täglich 25 und mehr
Behandlungen und Untersuchungen auf Geschlechtskrankheiten durchgeführt.
Schlimmer noch war die sittliche Verwilderung. Während anfangs
Frauen und Mädchen bei der Eröffnung, sie wären geschlechtskrank,
fassungslos weinten, nahmen später selbst Vierzehnjährige es
gleichmütig, abgestumpft hin. Ein Hauptgesprächsthema wurde bald, daß
man in letzter Nacht vom Russen "belästigt" worden sei, selbst unter
Halbwüchsigen. Weiterhin gingen später manche Frauen und Mädchen lieber
mit einem Russen ein Verhältnis ein, um gegen Überfälle durch andere
gesichert zu sein, später auch, weil sie der Hunger dazu trieb. Dazu
kam noch das schlechte Beispiel von solchen, die sich den Russen an den
Hals warfen und noch damit prahlten.
Hiergegen treten alle
anderen Greuel doch mehr zurück. Am 10.2. wurde, ohne ersichtlichen
Grund, die Bevölkerung aus der Stadt ausgewiesen. Fuhrwerke, Autos oder
Fahrräder durften nicht mitgenommen werden. So konnte jeder mehr oder
weniger nur das mitnehmen, was er mit seinen Händen tragen konnte. Nur
das Krankenhaus durfte bleiben und seinen Betrieb weiterfahren. Meine
Bitte, man solle wenigstens die alten Schwestern im Kloster bleiben
lassen, blieb unberücksichtigt.
Die Rösseler mußten Zuflucht
suchen in den umliegenden Dörfern, die durch die Flüchtlinge aus den
Grenzkreisen überfüllt waren. So lagen häufig 80 und mehr Personen auf
einem Bauernhof. Häufig mußten 20 bis 30 Menschen in einem Zimmer
schlafen.
Inzwischen wurden die Wohnungen von der Kommandantur
systematisch ausgeräumt, ebenso die Geschäfte, Speicher. Was nicht
fortgebracht wurde nach Rußland, wurde zerschlagen und vernichtet. Die
Häuser waren bald in einem unbeschreiblichen Zustand, die Straßen in
schlimmster Weise verdreckt. Später wurden deutsche Frauen und Mädchen
von der Kommandantur zur Straßenreinigung eingesetzt, wobei sie den
Schmutz von der Straße in die Häuser werfen mußten. Brandstellen waren
etwa 40 in der Stadt, die Häuser, in denen die Russen nicht wohnten, bis
zur Unbewohnbarkeit demoliert.
Sehr bald setzten auch die
Ausplünderungen der Bauernhöfe und Güter ein. Die Pferde wurden in
Trecks fortgetrieben, die Kühe zu Hunderten auf größeren Besitzungen
zusammengetrieben bzw. Kühe und Schweine wahllos abgeschlachtet, den
Deutschen ihre Vorräte geraubt, so daß sie seit Ostern meistens nur noch
Kartoffeln und Roggen als Nahrung hatten. Den Roggen mußten sie aus
den noch von der letzten Ernte stehengebliebenen Schobern holen, er
wurde zu Hause mit Hölzchen ausgedroschen und zweimal durch die
Kaffeemühle gemahlen. Denn auch die landwirtschaftlichen Maschinen,
selbst die Sensen waren überall geholt worden: Beutegut!
Die
Folge war weitgehende Unterernährung. Es setzte unter den Alten und den
Kleinkindern ein Massensterben ein. Säuglinge sind (bis auf einen
einzigen) nicht am Leben geblieben, von den Kleinkindern nur wenige.
Aber
auch andere Krankheiten: Hungerödeme, ausgedehnte Hauteiterungen
breiteten sich infolge der Unterernährung immer mehr aus. Bald nach der
Ausweisung der städtischen Bevölkerung brach eine Ruhrepidemie aus, im
Mai eine Typhusepidemie, die im September ihren Höhepunkt erreichte.
Viele sind dem Typhus erlegen. Das Krankenhaus war vorübergehend mit
110 Typhuspatienten belegt mit 15% Todesfällen. Der Hundertteil der
nicht ins Krankenhaus verbrachten Kranken ist wahrscheinlich höher. Im
Herbst ließen die Einlieferungen nach, wohl weniger, weil die Epidemie
nachließ als deshalb, weil die meisten Deutschen inzwischen hatten
auswandern müssen.
Durch Mord, Seuchen, Unterernährung sind
große Lücken in der Bevölkerung, aufgerissen worden, mehr aber noch
wurde sie dezimiert durch die Verschleppungen.
Ende Februar
begann die GPU ihre Tätigkeit. Die Menschen wurden von der Straße, vom
Arbeitsplatz, aus den Häusern, aus den Betten ergriffen und auf
Lastautos nach dem nächsten GPU-Gefängnis gebracht. In Rössel war
dieses im Gymnasium.
Bei einem Menschenfang, denn anders konnte
man die Verhaftungen nicht bezeichnen, wurde ganz willkürlich
vorgegangen, nicht etwa nach parteilicher Belastung. So wurden vom
Postinspektor L. aus Rössel alle vier Töchter geholt, von denen keine
je mit der Partei etwas zu tun gehabt hatte. Von diesen ist die älteste
im Dezember krank nach Berlin zurückgekehrt, die zweite ist in Sibirien
gestorben, von den beiden jüngsten fehlt jede Spur.
Es wurden
von Männern und Jungens zwischen 70 und 15 Jahren etwa 90%, von Frauen
und Mädchen zwischen 50 und 15 Jahren etwa die Hälfte verschleppt.
Häufig sind stillende Mütter von ihren Säuglingen fortgerissen worden,
häufig Mütter von sechs und mehr Kindern......“
Stalins Vernichtungskrieg: Mit der zeitweiligen Öffnung der sowjetischen Archive 1989 sind neue
Quellen zugänglich geworden, die belegen, daß die Sowjetunion einen
Angriffskrieg gegen Deutschland plante. Im Hauptteil dieser
aufsehenerregenden Studie kann der renommierte Mitarbeiter des MGFA in
Freiburg belegen, daß Stalin diesen Krieg als Vernichtungs- und
Eroberungskrieg konzipiert und dann auch durchgeführt hat, sowie Hitler
seinem Rußlandfeldzug wesentlich rassenkämpferische Motive beimischte.
Dabei kam Stalins Befehl vom 6.11.1941, alle Deutschen totzuschlagen,
eine besondere Rolle zu. Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945
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