Mittwoch, 18. Januar 2012

Merkel eröffnet Weltwirtschaftsforum in Davos

Merkel eröffnet Weltwirtschaftsforum in Davos:


Occupy-Bewegung protestiert mit Iglu-Dorf gegen Treffen


COLOGNY, 18. Januar (AFP) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet in diesem Jahr das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Die Kanzlerin wird am kommenden Mittwoch die Eröffnungsrede des fünftägigen Treffens halten, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. Mehr als 2500 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs, diskutieren in Davos bis zum 29. Januar unter dem Motto “Der große Wandel: Neue Modelle gestalten” über Auswege aus der Wirtschaftskrise.


“Der Kapitalismus in der bisherigen Form passt nicht länger zu unserer Welt”, sagte der Gründer des hochkarätigen Treffens, Klaus Schwab. “Wir haben es verpasst, die Lehren aus der Finanzkrise von 2009 zu lernen.” Neben Merkel reisen unter anderem der britische Premierminister David Cameron, US-Finanzminister Timothy Geithner, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, der Chef der Welthandelsorganisation, Pascal Lamy, und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum 42. Weltwirtschaftsforum.


Mit einem Iglu-Dorf will die Occupy-Bewegung gegen das Treffen protestieren. Ein erstes Iglu wurde bereits im Zentrum von Davos errichtet, weitere sollen folgen. Das Weltwirtschaftsforum sei ein Treffen “selbsternannter Eliten”, sagte der Vorsitzende der Schweizer Jusos, David Roth. Daher sei der Protest dagegen wichtig. Zu den weiteren geplanten Protestaktionen unter dem Motto “Occupy WEF” (“Besetzt das Weltwirtschaftsforum”) wollte er sich nicht äußern.


Die Occupy-Bewegung war im September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe “Occupy Wall Street” (“Besetzt die Wall Street”) dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten, die häufig in Zeltlagern ausharren, prangern dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.


mid/ilo

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