Montag, 12. Dezember 2011

US-Militär gibt zu, den lukrativen Opiumhandel in Afghanistan gefördert zu haben

US-Militär gibt zu, den lukrativen Opiumhandel in Afghanistan gefördert zu haben:

Afghanistan ist mit weitem Abstand der weltweit größte Produzent und Exporteur von Opium, dessen Marktanteil am Opiumhandel bei ungefähr 92% liegt. Was allerdings schockierend in diesem Zusammenhang ist, ist der Umstand, dass US-amerikanische Truppen speziell dazu ausgebildet werden, afghanische Mohnfelder zu bewachen um so die mehrere Milliarden Dollar schwere Drogenindustrie zu schützen, die sowohl die Wall Street als auch die Geheimdienste CIA und MI6 nebst anderen Gruppen bereichert, die vom Handel mit dieser Droge enorm profitieren.

Vor den tragischen Ereignissen des 11. September 2001 galt Afghanistan nicht als Schwergewicht unter den Mohnproduzenten. Aus Schlafmohn kann sowohl illegales Heroin als auch medizinisch einsetzbares Morphium produziert werden. Tatsächlich waren es die vormaligen Herrscher Afghanistans, die Taliban, die aktiv Mohnanbauflächen zerstört hatten, um das Land aus der Abhängigkeit von dieser gefährlichen Pflanze zu befreien. Näheres kann zum Beispiel in einem Artikel der Pittsburgh Post Gazette vom 16. Februar 2001 nachgelesen werden, der unter dem Titel „Nation’s Opium production virtually wiped out“ (dt. etwa: „Landesweite Opiumproduktion nahezu stillgelegt“) erschienen ist.


Nach 9/11 aber marschierten die US-Truppen auf Geheiß des militärisch-industriellen Komplexes sofort in das Land am Hindukusch ein und begannen postwendend mit dem Wiederaufbau der afghanischen Schlafmohnindustrie. Laut des Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP; Abk. für: United Nations Drug Control Program) stieg im Jahr 2002 der Opiumanbau um sagenhafte 657% an – also nachdem das US-Militär unter dem Oberbefehl von Präsident George W. Bush das Land eingenommen hatte.


CIA ist verantwortlich für den Wiederaufbau der Opiumindustrie in Afghanistan nach 9/11

Die New York Times berichtete darüber, dass der Bruder des derzeitigen afghanischen Präsidenten Hamid Karzai für mindestens acht Jahre bevor diese Information öffentlich wurde, auf der Gehaltsliste der Central Intelligence Agency (CIA) gestanden habe. Ahmed Wali Karzai galt als wichtiger Mann bei der Wiederaufnahme des Drogenhandels – bekannt unter dem Namen Golden Crescent – und wurde dabei im Hintergrund durch die CIA finanziert


„Der in den frühen 1980er Jahren von der CIA gestartete Drogenhandel – der als Golden Crescent bekannt wurde – wird weiterhin durch amerikanische Geheimdienste und in Zusammenarbeit mit den Besatzungstruppen der NATO-Partner und dem britischen Militär geschützt,“ schrieb Prof. Michel Chossudovsky in einem Bericht aus dem Jahr 2007, noch bevor die Zahlungen der CIA an Ahmed Wali Karzai bekannt wurden. „Die Profite aus dem lukrativen, viele Milliarden Dollar schweren Drogenschmuggel fließen auf Konten bei westlichen Banken. Fast die gesamten Einnahmen aus dem illegalen Geschäft kommen großen westlichen Konzernen und ausländischen Syndikaten außerhalb Afghanistans zu Gute.“


Aber die Mainstreammedien haben der amerikanischen Öffentlichkeit eine etwas andere Story verkauft. FOX News zum Beispiel sendete im Jahr 2010 einen Propagandafilm, in dem behauptet wurde, dass das vor Ort stationierte Militär die Aufgabe besäße, die Schlafmohnfelder zu beschützen anstatt sie zu zerstören um so dafür zu sorgen, dass die dort ansässigen Einwohner glücklich blieben und um auf diese Weise ein potentielles „Sicherheitsrisiko“ abzuwenden. Geraldo Rivera, Reporter des konservativen Senders FOX News, log denn auch direkt in die Kamera, als er behauptete, dass die Mohnbauern finanziell durch die Taliban unterstützt würden, und nicht etwa von der CIA und anderen ausländischen Mächten.


Den betreffenden Videoclip können Sie hier bei youtube.com anschauen.


Während also Tausende Amerikaner jedes Jahr weiterhin den Gefahren von Drogenüberdosen ausgesetzt sind, weil noch immer der illegale Drogenanbau und –handel in Afghanistan blüht, und während der Anbau von harmlosen Pflanzen wie Marihuana und Hanf in den Vereinigten Staaten illegal bleibt, verdient sich das amerikanische Militär seine Sporen damit, aktiv am Schutz und der Bewachung genau jener Mohnanbauflächen am Hindukusch teilzunehmen, deren Produkte maßgeblich den globalen Drogenmarkt versorgen. Irgendwas scheint schief gelaufen zu sein…

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